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Finanznot beim Vorarlberger Landestheater in Bregenz: Intendantin stellt Ganzjahresbetrieb in Frage

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Intendantin des Vorarlberger Landestheater in Bregenz: Stephanie Gräve (Foto: Pressestelle, Foto: Anja Köhler)
Denkt bereits an Übermorgen: Die deutsche Intendantin Stephanie Gräve, seit August am Vorarlberger Landestheater Pressestelle Foto: Anja Köhler

In Bregenz droht am Vorarlberger Landestheater ein Finanznotstand aufgrund der allgemeinen Preissteigerung. Sollte das Theater vom Bundesland keine Budgeterhöhung bekommen, müsse spätestens 2024 der Ganzjahres-Spielbetrieb eingestellt werden, sagte die Intendantin Stephanie Gräve am 5. September gegenüber dem ORF Vorarlberg.

Ausbleibende Budgeterhöhung lassen Produktionsetat schrumpfen

Nach Angaben der Intendantin ist aufgrund ausbleibender Budgeterhöhungen ihr Produktionsbudget im Vergleich zu 2013 bereits um 29 Prozent geringer. Kostensteigerungen könne man „aber nur nur über das künstlerische Budget auffangen und dann kommt man an den Punkt, an dem man nicht mehr produzieren kann" erklärte Gräve. Dabei seien die Folgen der aktuellen Preissteigerungen für das Theater noch gar nicht absehbar.

Die nächsten Budgetverhandlungen für 2023/24 finden Ende des Jahres statt. Die zuständige Vorarlberger Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) teilte mit, dass sie die Sorgen von Gräve verstehe.

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