Bühne

Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski verlängert in Stuttgart

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Burkhard C. Kosminski, der neue Intendant des Schauspiels Stuttgart, steht vor dem Opernhaus. (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa - Foto: Bernd Weissbrod)
Bleibt Intendant des Schauspiels Stuttgart: Schauspieler und Regisseur Burkhard C. Kosminski picture-alliance / dpa - Foto: Bernd Weissbrod

Burkhard C. Kosminski bleibt bis mindestens 2029 Intendant am Schauspiel Stuttgart. Der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater habe sich einstimmig für die Verlängerung des Vertrags ausgesprochen, der inzwischen auch unterschrieben sei, teilte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst am 19. Juli in Stuttgart mit. Der 60-jährige Kosminski leitet das Schauspiel Stuttgart seit 2018.

Geboren in Schwenningen, studierte Kosminski Schauspiel und Regie in New York. Als Regisseur arbeitete er unter anderem an der Berliner Schaubühne, am Schauspiel Frankfurt und am Staatsschauspiel Dresden. Von 2001 bis 2006 war er leitender Regisseur und Mitglied der künstlerischen Leitung am Düsseldorfer Schauspielhaus. Im Anschluss wechselte er als Schauspieldirektor ans Nationaltheater Mannheim und war dort ab 2013 Intendant des Schauspiels.

Weitere Vertragsverlängerungen

Neben Kosminski werden auch Ballettchef Tamas Detrich und der Intendant der Stuttgarter Staatsoper, Viktor Schoner, weitere Jahre an Bord bleiben. Gemeinsam mit Schauspiel-Leiter Burkhard C. Kosminski stehen Detrich und Schoner seit 2018 an den Spitzen ihrer Sparten.

Bühne Nachdenken über Kriegstraumata: „Verbrennungen“ am Schauspiel Stuttgart

Intendant Burkhard Kosminski verlegt das Geschehen in den Libanon. „Verbrennungen“ ist eine ergreifende Familiengeschichte vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs. Dabei kehrt ein Zwillingspaar, in die Heimat seiner von dort geflüchteten Mutter zurück und sucht nach den familiären Wurzeln. Folter, Terroranschläge und Flucht – sie wirken bis in die nächste Generation hinein. Ein fordernder Abend mit Anleihen an die griechische Tragödie. Die knapp dreistündige Inszenierung überzeugt größtenteils mit guten schauspielerischen Leistungen. Das Ganze kommt aber erst in der zweiten Hälfte richtig in Fahrt. Am Ende steht die Frage, wie sich die Weitergabe von Kriegstraumata verhindern lässt.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Bühne „Ökozid“ von Andres Veiel am Schauspiel Stuttgart: Die Aktenlage zur Klima-Apokalypse

Wer trägt die Verantwortung für den Klimawandel? Wir alle, aber „alle“ heißt auch immer: niemand ist ganz konkret verantwortlich. Das Stück „Ökozid“ von Andres Veiel und Jutta Doberstein benennt Verantwortliche für die verheerenden Folgen der Klimakrise.
Das Stück, das am Wochenende am Schauspiel Stuttgart Premiere hatte, spielt im Jahr 2034 – eine Gruppe von Ländern des Globalen Südens verklagt die Bundesrepublik. Sie fordern, dass sich Deutschland an den Kosten für die Folgen der Krise beteiligt: Jährlich 60 Milliarden Euro. Verantworten müssen sich die Regierungen Schröder und Merkel – dafür, dass sie Klimaschutzmaßnahmen verwässert oder nicht umgesetzt haben.
Intendant Burkhard Kosminski verwischt in dieser packenden Inszenierung ganz bewusst die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, die Botschaft des Stücks: der Klimawandel ist hier, wer jetzt nicht handelt, für den wird es 2034 zu spät sein  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Künftiger Intendant des Stuttgarter Schauspiels präsentiert Spielzeitpläne 2018: Kosminskis große Pläne für Stuttgart

Neuanfang für das Staatstheater Stuttgart: Neben Viktor Schoner für Oper und Tamas Detrich für das Ballet hat Burkhard C. Kosminski seine Pläne für das Schauspiel vorgestellt.  mehr...

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SWR