Kulturpolitik

Bundesregierung fördert freie Künste mit weiteren vier Millionen

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Die Neuen Vocalsolisten Stuttgart (Foto: Pressestelle, (c) Sebastian Berger)
Beispiel freie Musikzene: Die Neuen Vocalsolisten Stuttgart erhielten 2022 in der zweiten Förderrunde des Musikfonds 25.000 Euro für ihr Projekt „Balkan Affairs“. Pressestelle (c) Sebastian Berger

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) stellt weitere vier Millionen Euro für den Musikfonds und den Fonds Darstellende Künste zur Verfügung. Mit den Bundesmitteln solle der Übergang in die Zeit nach der Corona-Pandemie gefördert werden, erklärte Roth am 9. Januar in Berlin. Im Zuge der Corona-Pandemie waren deutlich weniger Menschen zu Livekonzerten gekommen. Dieser Publikumsschwund halte weiter an, so die Kulturstaatsministerin.

„Mit den freien Künsten verbindet sich eine starke gesellschaftliche Kraft, die uns als Publikum zusammenbringt während auf der Bühne der Zustand unseres demokratischen Zusammenlebens verhandelt wird. Bei der bundesweiten Förderung freischaffender Künstlerinnen und Künstler haben sich der Musikfonds und der Fonds Darstellende Künste als herausragende Instrumente bewährt.“

Zusatzförderung für freie Tanz-, Theater- und Musikszene

Insgesamt stünden nun fünf Millionen Euro für den Fonds Darstellende Künste und drei Millionen Euro für den Musikfonds bereit. Die beiden Fonds gehören zu den insgesamt sechs Bundeskulturförderfonds. Mit dem Fonds Darstellende Künste wird den Angaben zufolge die freie Tanz- und Theaterszene in Deutschland gefördert. Der Musikfonds unterstützt Projekte der professionellen freien Musikszene.

Kulturpolitik Coronaeffekt: Öffentliche Kulturausgaben 2020 um fast 16 Prozent gestiegen

Bund, Länder und Gemeinden haben im Corona-Jahr 2020 zusammen 14,5 Milliarden Euro für Kultur ausgegeben. Das waren laut Statistischem Bundesamt (Destatis) gut 16 Prozent oder 2 Milliarden Euro mehr als 2019.

Jahresrückblick 2022 Wir – ganz anders? Unsere Bühnen

Die Kulturpolitik gibt viel Geld aus für neue Kulturideen. Allerdings fehlt inzwischen vielfach das Publikum. „Live“ ist out, die Menschen bleiben auf dem Sofa. Jedenfalls drängt sich dieser Eindruck auf. Und damit umzugehen, sich anders auszurichten für die Zukunft, das fällt der Kunst schwer.
Von Eva Marburg

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Aktuelle Recherchen des Deutschlandfunks (DLF) Kultur weisen auf eine ungleiche Verteilung der staatlichen Corona-Finanzhilfen für Kultureinrichtungen hin. So hätten verschiedene Galerien und Kunstmessen mehrfach Gelder aus dem Hilfsprogramm „Neustart Kultur“ bezogen.

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