Humor

Helge Schneider erhält „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“

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Helge Schneider (Foto: Till Oellrking)
Helge Schneider Till Oellrking

Der Komiker und Musiker Helge Schneider ist am 1.9.22 mit dem „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ ausgezeichnet worden. Der 67-jährige Unterhaltungskünstler werde „für seinen radikalen, anarchischen, grotesken, immer existenziellen Humor“ geehrt, erklärte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD).

Mit seiner komischen Kunst vermittele Schneider ein Höchstmaß an Freiheit und spende in einer zunehmend verstörenden Welt auf einzigartige und beglückende Weise Trost. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Stadt Kassel und der Stiftung Brückner-Kühner vergeben.

„Er bewegt sich mit faszinierender Leichtigkeit zwischen den Niederungen der Hochkultur und den Höhen der Subkultur, zwischen Trash und Artistik, Sinn und Unsinn.“

„Er bewegt sich mit faszinierender Leichtigkeit zwischen den Niederungen der Hochkultur und den Höhen der Subkultur, zwischen Trash und Artistik, Sinn und Unsinn“, heißt es in der Begründung des Stiftungsrats. „Er improvisiert mit Sprach- und Sprechweisen und pfeife auf sämtliche Gattungen, um sie auf seine eigene Art zu ihrer eigentlichen Blüte zu treiben - als Roman, Krimi, Reisebericht oder Autobiografie.“

„Förderpreis Komische Literatur“ geht an Schriftstellerin Anaïs Meier

Zuvor war die schweizerische Schriftstellerin Anaïs Meier mit dem „Förderpreis Komische Literatur“ in Höhe von 3.000 Euro ausgezeichnet worden. Die 1984 in Bern geborene Autorin überrasche als neue Stimme literarischer Komik, urteilte der Stiftungsrat. Ihre Prosa sei „künstlerisch bestechend, poetisch dicht und doch leicht, lustig und zugleich ernsthaft“.

Der „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“, gestiftet von dem Schriftstellerpaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner (beide 1921-1996), wird seit 1985 jährlich vergeben. Er zeichnet Autoren und Autorinnen aus, deren Werk auf hohem künstlerischen Niveau von Humor, Komik und Groteske geprägt ist. Der erste Preisträger war Loriot, 2021 wurde die Berliner Schriftstellerin Felicitas Hoppe ausgezeichnet. Brückner und Kühner hatten 1984 die Stiftung Brückner-Kühner gegründet.

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