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„Zurzeit wäre eine Öffnung das falsche Signal“, sagt Klaus Leder (Linke) zum Thema Kultureinrichtungen in der Pandemie. Unklar sei zum Beispiel noch, wie sich die britische Virus-Mutation auf mögliche Öffnungen von Kultureinrichtungen auswirke.

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Mindestens bis Ende Januar werden die Museen, Theater und andere Kultureinrichtungen noch geschlossen bleiben, vermutlich wird auch im Februar oder sogar im März nur wenig geschehen.

„Eine Pandemie ist natürlich planungsfeindlich“

„Zurzeit wäre eine Öffnung das falsche Signal“, sagt Klaus Lederer (Linke) im Gespräch mit SWR2. Lederer hat zurzeit den Vorsitz der Kulturministerkonferenz inne. „Eine Pandemie ist natürlich planungsfeindlich, daher ist es schwer zu sagen, wann wir wieder öffnen können“.

So sei zum Beispiel noch nicht klar wie sich die britische Virus-Mutation auf mögliche Öffnungen von Kultureinrichtungen auswirke.

Gefahr für die freie Kulturszene erst nach Ende der Pandemie

Eine Gefahr für die freie Kulturszene – so Lederer – drohe nach dem Ende der Pandemie, zum Beispiel durch Überschuldung. oder durch einen Wechsel von Menschen aus dem kulturellen Sektor in andere Berufsfelder. „Das würde zu einer Verarmung des gesamten Kultursektors führen", so Lederer.“

Klaus Lederer (Die Linke) ist stellvertretender Regierender “Bürgermeister und Kultur- und Europasenator von Berlin.

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