STAND
INTERVIEW

Audio herunterladen (4,9 MB | MP3)

Kurz vor dem Corona-Gipfel am 25.11. scheint es ziemlich sicher, dass Bund und Länder eine Verlängerung der Theaterschließungen bis Weihnachten beschließen werden. „Ich glaube, wir brauchen alle jetzt mal ein bisschen Gelassenheit. Es ist einfach richtig, solidarisch zu sein mit den ganzen anderen Einrichtungen," sagt Burkhard Kosminski, Intendant am Schauspiel Stuttgart, in Hinblick auf den stark kritisierten Lockdown in der Kultur.

Die Stimmung insgesamt in der Theaterszene sei allerdings eher gemischt. Die einen Intendanten seien für Durchhalten und die anderen wollten unbedingt spielen. „Das muss jedes Haus und jede künstlerische Leitung für sich entscheiden“, meint Kosminski.

Wozu es nicht kommen dürfe, wären die Kürzung von freiwilligen Leistungen in den Kommunen. Die Kommunal- und Staatstheater seien unter dem Schirm der Kurzarbeit relativ gut abgesichert. Das sei aber überhaupt kein Vergleich zu Privattheatern oder freiberuflich Arbeitenden. Für deren Schutz gälte es, alles zu tun vonseiten der Politik und der Kommunen, so Kosminski.

Tagesgespräch Präsidentin des Deutschen Kulturrates, Keuchel: „Einnahmeeinbußen müssen kompensiert werden“

Die Präsidentin des Deutschen Kulturrates, Susanne Keuchel, fordert in der Corona-Pandemie mehr finanzielle Unterstützung für die Kulturbranche und eine langfristigere Perspektive. Im SWR Tagesgespräch sagte Keuchel, bisher hätten vor allem Solo-Selbstständige kaum profitiert. Die „Einnahmeeinbußen müssen kompensiert werden.“  mehr...

SWR2 Tagesgespräch SWR2

Kultur-Update: Zweite Corona-Welle Bund und Länder verlängern Teil-Lockdown: Kultureinrichtungen bleiben bis Ende Januar geschlossen

Geschlossene Bühnen, Kinos und Konzertsäle, verwaiste Museen, Kunsthallen und Clubs. Die Kulturbranche ist von den Corona-Maßnahmen besonders hart getroffen. Trotz der zugesagten finanziellen Unterstützung fürchten viele Kulturschaffende um ihre Existenz, fordern mehr Anerkennung und bessere Arbeitsbedingungen oder klagen gegen die Schließungen.  mehr...

Bühne „Bühnen-Lockdown“ in Rheinland-Pfalz: Theaterkrise von historischem Ausmaß

Der aktuelle „Bühnen-Lockdown“ der 12. Coronaverordnung Rheinland-Pfalz stößt bei den staatlichen Theatern auf Unverständnis und wird für die privaten zur Bedrohung ihrer Existenz. Die Intendanten befürchten, Publikum und freie Mitarbeiter unwiederbringlich zu verlieren. Auch in der Digitalisierung des Theaters sehen sie keine Lösung, da das Theater von der direkten Begegnung lebe. Claudia Wehner von den Mainzer Kammerspielen, Markus Müller vom Staatstheater Mainz, Lajos Wenzel von der Landesbühne Neuwied und Tillmann Gersch vom Pfalzbau Ludwigshafen berichten von der bedrohlichen Situation ihrer Bühnen.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Bühne Flashmob am Staatstheater Mainz: Wir sind auch noch da

Das Staatstheater Mainz will nicht sang- und klanglos im Lockdown verschwinden. Deshalb haben die Künstler*innen, Tänzer*innen, Schauspieler*innen und Musiker*innen einen Falshmob organisiert, bei dem sie auf ihre Arbeit während des zweiten Lockdowns hinweisen wollen. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, mussten die Vorbereitungen bis zum Schluss geheim bleiben.  mehr...

Musikthema Britische Orchester unter der Last des Lockdowns

Die britische Kulturszene ächzt unter den Corona-Beschränkungen. Während wenigstens Galerien und Museen wieder öffnen dürfen, bleibt das Bild für Theater, Opern und Orchester weiterhin düster. Die Einnahmen brechen weg, festangestellte Musiker gehen in die Kurzarbeit, nur wenige Freiberufler erhalten staatliche Hilfe. Nun wird auch in England an Lösungen gearbeitet, wie nach der Sommerpause der Lockdown gelockert werden kann. Eric Graydon über eine schwere kulturelle Krise.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

STAND
INTERVIEW