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„Wir können nicht nur dasitzen und hoffen, dass der frühere Status Quo wieder eintritt", sagt der Intendant des Münchner Volkstheaters, Christian Stückl, in SWR2. Damit reagiert auf einen Rat Thomas Ostermeiers von der Berliner Schaubühne, Theater im Winter besser ganz zu schließen als mit ständig wechselnden Corona-Auflagen zu kämpfen.

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„Wir in München haben das ja schon mal so gemacht“, so Stückl. Anfang Mai, als klar gewesen sei, dass sie nicht spielen könnten, habe er sein gesamtes Haus in den Urlaub geschickt und damit den Lockdown verlängert.

Im Sommer hätten sie dann durchgespielt und die Sommerpause ausgelassen, so der Intendant des Volkstheaters München . Ursprünglich hätten viele an der Strategie gezweifelt, aber die Besucherzahlen hätten ihm im Endeffekt Recht gegeben: „Bei uns hat das sehr gut funktioniert im Sommer.“ Das Öffnen oder Schließen der Theater müssten die Häuser selbst individuell entscheiden. In Zukunft werde man mit völlig neuen Bedingungen umgehen müssen, da komme viel auf die Theater zu.

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Bühne „Bühnen-Lockdown“ in Rheinland-Pfalz: Theaterkrise von historischem Ausmaß

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