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Es könnte eines der wichtigsten und größten Kulturereignisse des Jahres werden: das Theaterprojekt „Kein Schlussstrich!“. 20 Jahren nach den ersten Morden des NSU und zehn Jahre nach dessen Selbstenttarnung greift es die rechtsradikalen Terroranschläge wieder auf. In diesem Herbst soll mit Theaterstücken, Performances, Konzerten und Ausstellungen vor allem an die Opfer des NSU erinnert werden.

Aber auch die Hintergründe der Morde beleuchtet, sowie Fragen zur gesellschaftlichen Aufarbeitung und den politischen Konsequenzen gestellt werden. 14 Theater aus dem ganzen Bundesgebiet sind an dem Großprojekt beteiligt – von Rostock über Köln, Jena und Heilbronn bis nach Nürnberg und München. Theater aus den Städten, in denen der NSU Morde verübt hat oder die in Verbindung zu den NSU-Tätern stehen.

Mordfall Lübcke

Gespräch Zum Urteil im Mordfall Walter Lübcke: Kommunalpolitiker von rechter Gewalt besonders gefährdet

Im rechtsextremistischen Mordfall am Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke vom 2. Juni 2019 hat das Frankfurter Oberlandesgericht nun entschieden: Der Hauptangeklagte muss lebenslang in Haft, mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Das Urteil sei abschreckend, mache den Täter in der rechtsextremen Szene aber auch zum Märtyrer, sagt Rechtsextremismusforscher Hans-Gerd Jaschke.  mehr...

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Tagesgespräch Nancy Faeser (SPD): Lübcke-Mord war rechtsterroristischer Akt mit historischer Dimension

Kurz vor der Urteilsverkündung im Mordfall Walter Lübcke hat die hessische SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Nancy Faeser ihre Hoffnung bekräftigt, dass der Rechtsstaat eine starke Reaktion zeigen werde. Der ehemalige Kasseler Regierungspräsident war
im Juni 2019 aus nächster Nähe auf der Terrasse seines Wohnhauses
erschossen worden. Um die weiteren Umstände der Tat aufzuklären, sei nun die Politik gefragt. In diesem Zusammenhang kritisierte Faeser die schlechte Zusammenarbeit des Verfassungsschutzes mit dem Untersuchungsausschuss des hessischen Landtages. Im SWR2 Tagesgespräch sagte Faeser: Es ist ärgerlich, wenn man merkt, dass der Aufklärungswillen nicht ganz so groß ist, wie man erwartet hatte.“  mehr...

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„NSU 2.0“

Hessische Polizei und NSU Edith Lunnebach: Struktureller Rassismus

"NSU 2.0" lautete der Absender auf Drohbriefen, die die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz erhalten hat. Die Spur führt zu einer Gruppe hessischer Polizisten, gegen die derzeit ermittelt wird. "Ich bin entsetzt, wie der strukturelle Rassismus, der in unserer Gesellschaft da war, jetzt hochkommt", sagt die Rechtsanwältin Edith Lunnebach, die wie Basay-Yildiz im NSU-Prozess Nebenkläger vertreten hat. Die Polizei und der Verfassungsschütz böten "als geschlossene Systeme in erhöhtem Maße Platz für rassistische Strukturen". "Ich bin froh, dass für die Drohbriefe an Basay-Yildiz jetzt eine große Öffentlichkeit da ist und es auch Solidaritätsveranstaltungen gibt", meint Edith Lunnebach.  mehr...

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