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,,Wer in der Künstlersozialkasse ist, kann in dieser Zeit nicht herausfliegen“, fordert Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Viele Künstler*innen drohten aus der Künstlersozialkasse (KSK) gedrängt zu werden, weil sie wegen Corona vorübergehend eine Zweittätigkeit aufgenommen hätten.

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Die KSK ermöglicht es freien Künstler*innen eine Kranken- und Pflegeversicherung abzuschließen, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Seit einem Jahr haben viele jedoch mit dem Lockdown im Kunstbetrieb zu kämpfen: Auftritte, Lesungen und Ausstellungen sind gar nicht oder kaum noch möglich.

Dadurch bricht den Künstler*innen die Einkommensquelle weg, viele müssen sich beruflich zumindest übergangsweise umorientieren. Damit erfüllen sie jedoch die Aufnahmebedingungen für die KSK nicht mehr.

Es sei ja im Interesse der Gesellschaft, wenn Künstler*innen anstelle Hartz 4 zu beantragen, in der Krise andere Tätigkeiten ausführten, mit denen sie ihr Auskommen hätten, so Zimmermann.

,,Man muss jetzte eine ganz schnelle und unbürokratische Lösung finden," sagt Olaf Zimmermann. Für die Zeit der Pandemie sollte es unbedingt eine Ausnahmeregelung geben.

Kulturmedienschau Feministische Superheldinnen & das Problem der Künstlersozialkasse | 13.4.2021

Die Feuilletons und das Netz beschäftigen sich heute mit den feministischen Superheldinnen der neuen HBO-Serie „The Nevers“. Und es geht um eine Warnung des Deutschen Kulturrats: Viele Künstlerinnen und Künstler verlieren wegen der Corona-Pandemie ihre Krankenversicherung in der Künstlersozialkasse.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Olaf Zimmermann, Deutscher Kulturrat: Ohne neue Finanzhilfen für die Kultur geht es nicht

„Die Lage ist nicht nur schlimm, sie ist dramatisch“, sagt Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats über die Lage der Kultur-Szene in der Corona-Pandemie. Umso wichtiger findet er die am Mittwoch, 27. Januar 2021, von Finanzminister Olaf Scholz angekündigten neuen Hilfsprogramme für Kulturveranstaltungen.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch Rabenschwarzes Jahr für die Kultur: Forderungen an Politik für ein besseres 2021

2020 war ein rabenschwarzes Jahr für die Kultur, aber der Deutsche Kulturrat erhofft sich in seinem Neujahrsgruß ein besseres Jahr 2021. Geschäftsführer Olaf Zimmermann äußert sich zuversichtlich im Gespräch in SWR2 am Morgen. Der Kulturbereich habe mit seinen Hygienkonzepten und der Akzeptanz der Lockdowns deutlich gezeigt, dass man bereit sei, für die Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. „Und wir hoffen eben auch, dass die Politik das uns auch wieder zurück gibt, indem sie jetzt die Menschen, die diese Verantwortung getragen habe, und dass sind ja ganz viele Menschen, die jetzt auch existenzielle Sorgen haben, dass die nicht im Regen stehen gelassen werden," so Zimmermann.
Der Kulturrrat fordert für 2021 bundeseinheitliche Regeln für die Kultur, denn jetzt müssten Kultureinrichtungen für das neue Jahr planen. Und zudem müssten die Akutmaßnahmen umgesetzt werden, bei vielen seien den notwendigen Mittel aus den November- und Dezemberhilfen bis heute noch nicht eingegangen. Und nach wie vor würden vor allem viele selbstständige Künstler*Innen durch den Rost der Hilfen fallen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Erschreckender Gender Pay Gap: Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage im Kulturbereich

Frauen und Männer, die im Kulturbereich arbeiten, haben erheblich schwierigere Arbeitsbedingungen im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen. Das ist die eindeutige Bilanz der neuen Studie des Deutschen Kulturrates zum Thema: „Frauen und Männer im Kulturmarkt – Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage“.  mehr...

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