20. Internationale Schillertage Der Dichter und die Revolution: Politische Schillertage in Mannheim

Die 20. Internationalen Schillertage feiern den Dichter als politischen Vordenker für eine Veränderung der Verhältnisse. Schillers Idee, Menschen mit Hilfe von Kunst zu emanzipieren, sei besonders aktuell, sagt der Kunstwissenschaftler Karl-Heinz Lüdeking. Ein von ihm mitverantworteter Bank über Schillers Briefe zur ästhetischen Erziehung des Menschen wird in Mannheim diskutiert.

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„Maria Stuart“: Abstraktes Maskentheater

Frauen an der Macht: Zur Eröffnung der 20. Internationalen Schillertage vom 20. bis 30. Juni kam am Mannheimer Nationaltheater „Maria Stuart“ auf die Bühne. Doch das Stück in der Regie von Claudia Bauer ist abstraktes Maskentheater ohne Empathie und Möglichkeit zur Identifikation.

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Das „Fieber“ der globalisierten Welt: „Tram 83“ von Fiston Mwanza Mujila

Das Motto der Schillertage, „Fieber“, ist eine Anspielung auf Schiller selbst, der seinem Zeitalter einen „Fieberkrampf“ attestiert hatte. Aktuelle Stoffe sollen seine Vision eines politischen Theaters in Mannheim fortführen.

So zeigt die Theateradaption „Tram 83“ des kongolesischen Autors Fiston Mwanza Mujila die Gier der Globalisierung im postkolonialen Afrika.

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Sarkastische Performance zur Überwachungsgesellschaft in der Multi-Halle

Die kühne Mannheimer Multi-Halle im Herzogenriedpark von Frei Otto überspannt eine Fläche von 10.000 Quadratmetern. Für die Festivalmacher der Mannheimer Schillertage ein idealer Ort für ein besonderes Theaterprojekt.

Unter dem Titel „Mannheim 2.480“ hat Autor und Regisseur Clemens Bechtel einen akustischen Spaziergang inszeniert. Es geht in seinem Parcours um unsere Ängste. Anlass dafür ist die verstärkte Video-Überwachung in der Mannheimer Innenstadt. Ein gelungener, sehr sarkastischer Kommentar zur Überwachungsgesellschaft.

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6:00 Uhr
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SWR2

Christian Holtzhauer: Schillers Tradition des politischen Theaters fortführen

Zentrale Texte des Dichters sollen bei den Schillertagen im Zentrum stehen. Dazu gehöre auch Schillers Kunstphilosophie, so der Schauspielintendant am Nationaltheater Mannheim, Christian Holzhauer. Ausgangspunkt sei eine Zeitdiagnose des Dichters über das revolutionäre Zeitalter. Seine Zeitgenossen lebten in einem "Fieberkrampf".

Schillers Ansatz, durch Bühnenkunst zu Emanzipation und Verbesserung der Verhältnisse beitragen zu wollen, wolle man auch mit den aktuellen Stücken anderer Autoren fortführen.

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6:00 Uhr
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SWR2

Geschichte der Schillertage seit 1978

Bei den ersten Schillertagen 1978 in Mannheim war eines der Themen noch die Schiller-Rezeption in der Sowjetunion. Die „Räuber“ von 1990 handelten von den Umbrüchen in der DDR. Zeitgeschichtliche Aktualisierungen der großen Stücke prägen die Geschichte der Schillertage.

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Eröffnung der Schillertage - Reaktionen in den Feuilletons

Die SWR2 Kulturmedienschau berichtet über Reaktionen zur Eröffnung der 20. Internationalen Schillertage mit „Maria Stuart“.

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6:00 Uhr
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SWR2

„Fieber“. Internationale Schillertage am Nationaltheater Mannheim, vom 20. bis zum 30. Juni 2019.

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