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Kassel, Halle, Hanau: Rechtsextremistische Morde und Anschläge wurden auch nach dem Ende der Terrorgruppe NSU verübt. Wieviel Unterstützung der im Mai 2021 festgenommene Absender der „NSU 2.0“-Drohbriefe von den Behörden erhielt, bleibt unklar. Für das Schauspiel Frankfurt hat Nuran David Calis dieses Thema zu einem Bühnenstück aufgearbeitet.

Entstanden ist eine dokumentarische Collage aus Interviews, Kommentaren und Zitaten, die nach dem eigentlichen Nährboden für Rechtsextremismus in der Gesellschaft fragt. Die Anfänge liegen oft in einem Alltagsrassismus, den unsere Gesellschaft nicht tolerieren darf, appelliert Nuran David Calis.

Wegen der Corona-Pandemie musste die Uraufführung bislang verschoben werden. Dafür zeigt das Schauspiel Frankfurt auf seiner Homepage vorab einen Film zum Stück — die Filmpremiere findet am 14. Mai 2021 um 20 Uhr online statt.

Nach der filmischen Uraufführung ist das Streaming-Angebot noch bis einschließlich 11.06.2021 verfügbar.

NSU 2.0 (Foto: Pressestelle, Jessica Schäfer)
Szene aus NSU 2.0 von Nuran David Calis: Die geschlossenen Augenlider, auf die zwei gespenstische weiße Pupillen gemalt sind. Pressestelle Jessica Schäfer

Bühne Theaterprojekt „Kein Schlussstrich!“: Erinnern an die Opfer des NSU

Es könnte eines der wichtigsten und größten Kulturereignisse des Jahres werden: das Theaterprojekt „Kein Schlussstrich!“. 20 Jahren nach den ersten Morden des NSU und zehn Jahre nach dessen Selbstenttarnung greift es die rechtsradikalen Terroranschläge wieder auf. In diesem Herbst soll mit Theaterstücken, Performances, Konzerten und Ausstellungen vor allem an die Opfer des NSU erinnert werden.
Aber auch die Hintergründe der Morde beleuchtet, sowie Fragen zur gesellschaftlichen Aufarbeitung und den politischen Konsequenzen gestellt werden. 14 Theater aus dem ganzen Bundesgebiet sind an dem Großprojekt beteiligt – von Rostock über Köln, Jena und Heilbronn bis nach Nürnberg und München. Theater aus den Städten, in denen der NSU Morde verübt hat oder die in Verbindung zu den NSU-Tätern stehen.  mehr...

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Gedenken Ein Jahr nach dem Anschlag von Hanau: Erinnerung an die Opfer des Rassismus

Ein rechtsradikaler Attentäter erschoss am 19. Februar 2020 in der hessischen Stadt Hanau gezielt Menschen mit Migrationshintergrund. Er tötete neun Personen, verletzte sechs und erschoss anschließend seine Mutter und sich selbst. Ein Jahr später sind die Namen der Toten nicht vergessen. Wie wird in Deutschland den Opfern der rassistischen Gewalttat gedacht?  mehr...

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