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Sendedatum
Sendezeit
12:40 Uhr
Sender
SWR2

Als die Tochter des 2013 verstorbenen Schriftstellers Otfried Preußler im vergangenen Jahr eine angeblich unveröffentlichte Hotzenplotz-Geschichte entdeckte, war die Aufregung groß. Die Geschichte der Neuentdeckung war zwar nicht ganz korrekt, aber „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ kam als Erzählung heraus. Daraus hat der Autor und Dramaturg John von Düffel ein Bühnenstück gemacht, das nun im Koblenzer Stadttheater aufgeführt wird, feinfühlig Preußlers Sprache aufgreift und dank ergänzender Lieder mit Live-Musik phasenweise wie ein Musical wirkt.

„Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ am Theater Koblenz (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)
Szenenbild aus „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete” Matthias Baus für das Theater Koblenz

„Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“. Frei nach Otfried Preußler bearbeitet und erweitert von John von Düffel. Die nächsten Aufführungen am Theater Koblenz am 17., 24. und 30. November, am 1., 8., und 14. Dezember 2019.

Bühne Statt Godot kommt Greta: „Warten auf Godot“ in Mannheim

Zwei Männer, ein Baum und ein abstrakter Erlöser namens Godot: In Mannheim wird Samuel Becketts Klassiker von 1953 mit Samuel Koch als „Pozzo“ anstelle eines abstrakten Lebensrätsels zur konkreten Zeitgeist-Deutung. „How dare you, I want you to panic“, dieses Greta-Thunberg-Zitat wird Becketts Figuren in den Mund gelegt. Vielleicht ist die Herausforderung, die der Klimawandel für die Gesellschaft bedeutet, tatsächlich so groß, dass sie immer wieder thematisiert werden muss. Auch im Theater. Aber für Aktivismus ist „Warten auf Godot“ schlichtweg der falsche Text.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Bühne Herrlich bescheuert: Herbert Fritsch inszeniert Amphitryon an der Schaubühne Berlin

Mit Inszenierungen wie „Murmel, Murmel, Murmel“, „Der Die Mann“ oder „Die spanische Fliege“ hat der Schauspieler und Regisseur Herbert Fritsch dem Begriff „schriller Theaterklamauk“ ganz neue Bedeutung verliehen. Ihn interessiert nicht der Inhalt, sondern sein Theaterbaukasten unendlicher Mittel, bestehend aus Farben, Formen, Licht, Musik und natürlich den vielen Facetten der Schauspieler. Eine neue Heimat in Berlin hat Fritsch nach der Volksbühne an der Schaubühne gefunden – dort zeigte er jetzt die Premiere von Molières „Amphitryon“. Mit dabei war ein echter Theaterstar – Joachim Meyerhoff, der nicht nur Schauspieler ist, sondern auch Bestsellerautor der „Alle Toten fliegen hoch“-Reihe. Er ist vom Burgtheater frisch an das Ensemble der Schaubühne gewechselt.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Bühne Viel Wortlast von Christoph Nix - „Junge Hunde“ am Theater Konstanz

In Konstanz beginnt die letzte Spielzeit unter dem langjährigen und streitbaren Intendanten Christoph Nix. Uraufgeführt hat das Junge Theater Konstanz jetzt die Bühnenfassung eines Romans, den Christoph Nix 2008 veröffentlicht hat: „Junge Hunde“. Er erzählt von einer Gruppe Gymnasiasten 1968 in einer westdeutschen Kleinstadt. Ein wortlastiges Stück voller mittlerweile historischer politischer Anspielungen. Dass Nix seine letzte Spielzeit damit beginnen lässt und im Juni mit einem weiteren eigenen Stück beenden wird, bei dem er selbst auch noch Regie führt, zeigt, dass auch er das bald Vergangene nicht recht loslassen will und kann.  mehr...

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