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Bei den Nibelungenfestspielen 2021 in Worms dreht sich alles um Martin Luther: Vor 500 Jahren stand der Reformator vor dem Wormser Reichstag und verteidigte seine Sicht des christlichen Glaubens. Das Theaterstück dazu schreibt der Schweizer Autor und Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss, die Inszenierung kommt von der ungarischen Regisseurin Ildikó Gáspár.

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Die 45-Jährige hat einen engen Bezug zu Deutschland. Sie hat Germanistik studiert und in Berlin wichtige Regie-Erfahrungen gesammelt, etwa als Hospitantin am Deutschen Theater Berlin bei Michael Thalheimer. Inzwischen ist Ildikó Gáspár Hausregisseurin am Budapester Örkeny-Theater, das sie selbst mitbegründet hat. Dort ist momentan noch Spielbetrieb möglich, wenn auch unter Hygiene-Auflagen und mit Abstandsregeln. Außerdem werden alle Aufführungen live gestreamt.

Festspiele per Videokonferenz vorbereiten

Die Corona-Krise hat auch einen Strich durch normale Vorbereitung für die Nibelungenspiele gemacht: Über den Schweizer Autor Lukas Bärfuss war Gáspár zum Projekt gestoßen, die beiden kennen sich schon länger, die Luther-Inszenierung ist nun das erste Projekt an dem sie gemeinsam arbeiten. Mit den anderen Beteiligten müssen sie nun per Video-Konferenz zusammenarbeiten: Dramaturg Thomas Laue und Ildikó Gáspárs bewährtes Team aus Ungarn sind mit von der Partie.

Im Juli 2021 muss alles stehen

In ihrer Luther-Inszenierung möchte Ildikó Gáspár das ewige Streben des Menschen in den Mittelpunkt stellen. Sie will herausarbeiten, wie sich jemand der religiösen und weltlichen Macht entgegenstellt. Ungeachtet der Unsicherheit bei der Vorplanung steht der Termin für die Uraufführung: Am 16. Juli soll Martin Luther vor der Kulisse des Wormser Doms auferstehen.

Zeitwort 26.10.1870: Ein Orkan beschädigt den Lutherbaum bei Worms

Die Ulme, in deren Schatten Martin Luther gepredigt haben soll, ist wahrscheinlich im 16. Jahrhundert gepflanzt worden. Die Reste des Baumes stehen heute unter Denkmalschutz.  mehr...

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