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INTERVIEW

In seiner kurzen Amtszeit hat Stephan Denzer schon mehr Turbulenzen erlebt als so manch anderer Leiter einer Kulturinstitution in einem ganzen Berufsleben: Im vergangenen Sommer hat er das Unterhaus in Mainz übernommen, das zu den bekanntesten Kabarettbühnen Deutschlands zählt. Es gab viele Pläne, dann kam Corona.

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Dann kam der Sommer, Stephan Denzer und sein Team planten Veranstaltungen und führten sie durch und nun ist wieder erstmal Pause. In dieser Woche hätte er eigentlich sein neues Ensemble der Öffentlichkeit vorstellen wollen. Doch ihn zeichne „ein sturköpfiger Optimismus aus“, erzählt Denzer nun im Gespräch mit SWR2.

Er könne nicht dasitzen und warten bis etwas passiere. Zwar sei die Corona-Zeit eine richtige Achterbahnfahrt, in der es rauf gehe und dann wieder tief runter. „Man muss versuchen, währenddessen den Spaß nicht an der ganzen Sache zu verlieren", meint er.

Deshalb widme sein Team und er die Zeit für neue Konzepte. Seine „Nobody's Company“ will eine neue Art der Sketch-Comedy aus den USA ausprobieren, die mit hohem Tempo aktuelle Themen satirisch auf die Bühne bringe. Das soll es auch für das Unterhaus geben. Außerdem werden aktuell neue Ideen im „Dating-Bereich“, in der „Krisenbewältigung“ und eventuell ein „Zeitgeist-Spiegel“ für das Unterhaus ausprobiert, sagt Stephan Denzer.

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