47. Auszeichnung im Mainzer Unterhaus Deutscher Kleinkunstpreis an Christian Ehring

Von Max Knieriemen

Extra3-Star Christian Ehring, das österreichische Duo Blözinger und die Poetry-Slammerin Lara Stoll sind Preisträger des deutschen Kleinkunstpreises 2019. Die Mainzer Auszeichnung wird bereits zum 47. Mal vergeben. Die fünf Preisträger erhalten insgesamt 25.000 Euro.

Auszeichnungen für Willi Resetarits und Dorothea Kehr

Für sein Lebenswerk wird außerdem der Wiener Künstler Willi Resetarits geehrt. Seine berühmteste Kunstfigur ist der Ostbahn-Kurt. Die Jury lobte die aufrechte Haltung des Künstlers als moralische Instanz.

Dorothea Kehr ist bekannt geworden als Kleingeldprinzessin. Sie wird mit dem deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson-Lied-Musik ausgezeichnet.

47. Auszeichnung im Mainzer Unterhaus Deutscher Kleinkunstpreis 2019 - die Preisträger

Der Kabarettist Christian Ehring am Klavier, bei einem Auftritt in der SWR Landesschau Baden-Württemberg 1999. (Foto: SWR, SWR -)
Christian Ehring erhält den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Kabarett. Er zeigt beispielsweise, wie viel Politik in einem Familienleben stecken kann: "Ich stelle mir manchmal in Deutschland vor, die Eltern würden den Kindern einfach die Namen geben, die ihnen während der Schwangerschaft durch die Birne rauschen. Da könnten Sie ganze Jahrgänge identifizieren heute: Tsunami, Tsunami lass die Agenda in Ruhe!" SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Auch der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz geht nach Österreich. Für sein Lebenswerk wird der Wiener Künstler Willi Resetarits geehrt. In den letzten Jahren war er vor allem mit der Formation Stubnblues musikalisch tätig. Die Jury lobte ausdrücklich die politisch aufrechte Haltung von Resetarits "als verbindende, verbindliche Identifikationsfigur und moralische Instanz." picture-alliance / dpa - Foto: Hans Punz Bild in Detailansicht öffnen
Die Sängerin Dorothea Kehr, früher bekannt als Kleingeldprinzessin, erhält den deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson-Lied-Musik. Die politisch positionierte Berliner Künstlerin hatte schon im Jahr 2011 den Förderpreis der Stadt Mainz erhalten. picture-alliance / dpa - Foto: Eventpress Hoensch Bild in Detailansicht öffnen
Der Förderpreis der Stadt Mainz geht 2019 in die Schweiz - an die Poetry-Slammerin Lara Stoll. In ihrem Programm sinniert sie über die Schlaflosigkeit: "Das Wichtigste dabei ist, dass man ruhig bleibt, dass man nicht wütend wird. Schlimmer ist nur sich permanent vor Augen zu halten, wie viele Stunden man jetzt noch schlafen kann bevor man aufstehen muss, dass man sich nicht aufregt und sich fragt, wo denn dieses gottverdammte Sandmännchen ist, wenn man es einmal braucht!" picture-alliance / dpa - Foto: Ennio Leanza Bild in Detailansicht öffnen
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