Kassandra - Eine Prophetin, wie die Coronakrise sie braucht

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Die trojanische Priesterin „Kassandra“ ist für den Ballettdirektor des Pfalztheaters Kaiserslautern nicht nur eine wichtige Figur der antiken Mythologie. James Sutherland sieht in dem Stoff eine große Aktualität. Er stellt seiner tanzenden „Kassandra" eine Schauspielerin als Erzählerin und als ihr Alter Ego gegenüber. Die Texte stammen von Christa Wolf, die sich lange mit dem Mythos beschäftigt hat. „Kassandra“ ist die letzte abendfüllende Produktion von James Sutherland als Ballettchef des Pfalztheaters.

Kassandra am Pfalztheater Kaiserslautern (Foto: SWR, Natali Kurth)
Kassandra ist eine der aufregendsten Frauen der griechischen Mythologie. Anders als etwa „Medea“ wurde der Kassandra Stoff im Schauspiel, Oper oder Ballett bislang allerdings kaum beachtet. — im Bild: Szene aus dem Ballett „Kassandra" von James Sutherland Natali Kurth
Unverständlich für Ballettdirektor James Sutherland: „Es ist ein sehr aktuelles Thema und ich glaube auch, dass Kassandra eine Botschaft für uns hatte. Das ich versuche, in Tanz zu erklären.“ — im Bild: v. l. Camilla Marcati (Kassandra), Nina Schopka (Kassandras Alter Ego) Natali Kurth
Die Italienerin Camilla Marcati arbeitet schon seit knapp zehn Jahren mit James Sutherland zusammen. Sie tanzt die Hauptrolle der Kassandra, Stationen ihres Lebens von der Kindheit bis zur Belagerung Trojas in eindringlicher zeitgenössischer Tanzsprache. — im Bild: Camilla Marcati (Kassandra), Davide Benigni (Eurypylos) Natali Kurth
Unterstützt wird sie dabei von Kassandras alter Ego. Die Schauspielerin Nina Schopka ist wie ein sprechender Schatten ständig präsent. — im Bild: Nina Schopka (Kassandras Alter Ego, links seitlich), Camilla Marcati (Kassandra, Mitte), Ensemble Tanz Natali Kurth
James Sutherland lässt sein Ensemble zu einer Musik unter anderem von Alfred Schnittke, Philipp Glas oder György Ligeti, gewohnt dynamisch, aber auch einfühlsam agieren. — im Bild: das Tanz-Ensemble Natali Kurth
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SWR