Bühne MonsterzottelMonsterburger am Jungen Nationaltheater Mannheim

Bühne MonsterzottelMonsterburger am Jungen Nationaltheater Mannheim

0614 - Junges Nationaltheater Mannheim - MonsterzottelMonsterburger (Foto: Pressestelle, Junges Nationaltheater Mannheim - Foto: Christian Kleiner)
 „Ich mag kein Kindertheater mit der Herablassung, Kinder als defizitäre Zuschauer wahrzunehmen, das ist nicht mein Ansatz“, sagt Ulrike Stöck, die derzeitige Leiterin des Jungen Nationaltheaters in Mannheim. „Ich finde es sehr wichtig, sie total ernst zu nehmen. Und ich fand es total spannend zu sehen, welche Sachen ihnen wichtig sind und welche nicht.“ Pressestelle Junges Nationaltheater Mannheim - Foto: Christian Kleiner
Dieser Theaterabend beginnt schon, bevor das Stück beginnt, nämlich im Foyer. Dort ist auf dem Boden ein Würfel- und Hüpfspiel aufgemalt, an der Seite eine Playstation aufgebaut und auf Stellwänden unter anderem aufgezeichnet, was die am Projekt beteiligten Kinder noch so mögen: Eis etwa oder Popcorn. Pressestelle Junges Nationaltheater Mannheim - Foto: Christian Kleiner
Fast ein Jahr lang hat sich eine kleine Gruppe von Grundschulkindern regelmäßig getroffen, hat sich zusammen mit dem Nationaltheater-Team Stücke angeschaut, Ausstellungen besucht oder einfach nur gespielt. Ulrike Stöck: „Die haben auch Lego gespielt oder Computerspiele mitgebracht. Und wir haben versucht, uns diesem Material zu nähern, den Interessen der Kinder, nicht unserem eigenen Material.“ Pressestelle Junges Nationaltheater Mannheim - Foto: Christian Kleiner
Und daraus ist nur also die Produktion MonsterzottelMonsterburger hervorgegangen, bei der die Kinder zwar nicht selbst auf der Bühne stehen, aber ihre Geschichten. Nach der Spielwiese im Foyer beginnt das Stück mit einer Collage aus von drei Schauspielern gespielten Szenen und Tonmaterial aus der Recherchezeit.Auf dem Bild: Uwe Topmann, Sebastian Reich und Hanna Valentina Röhrich. Pressestelle Junges Nationaltheater Mannheim - Foto: Christian Kleiner
Dabei geht es vor allem um die Frage, was Kinder entscheiden dürfen und was nicht. „Herzlich willkommen zu unserer Show. Heute entscheiden wir!“ – „Was darfst du so entscheiden?“ – „Was es zu essen gibt. Wann gibt es endlich einen Burger?“ Pressestelle Junges Nationaltheater Mannheim - Foto: Christian Kleiner
Aus kurzen Einblicken in die Lebenswelten der Kinder machen die Schauspieler eine kleine, absurde Geschichte. Entwickelt haben sie die Grundschüler. Sie handelt von Obi Wan, Monsterzottel und einem Burger. Pressestelle Junges Nationaltheater Mannheim - Foto: Christian Kleiner
Schließlich gibt es noch eine Runde, in der das Publikum entscheiden darf, wie das Stück weitergehen soll. Ulrike Stöck: „Wichtig war mir, dass es trotzdem wirklich Theater wird. Und dass man mit den Mitteln des Theaters Umgang hat. Am Ende dürfen sich die Zuschauer neue Musik wünschen und neues Licht auf der Bühne. Man sieht, wie alles hergestellt wird – und trotzdem entwickelt es eine Magie.“ Pressestelle Junges Nationaltheater Mannheim - Foto: Christian Kleiner
Das Nationaltheater möchte mit dieser Art der Stückentwicklung Kinder nicht nur beteiligen, sondern einem jungen Publikum vermitteln, dass Theaterkunst eine ganz besondere Form der Auseinandersetzung mit dem Leben sein kann. Pressestelle Junges Nationaltheater Mannheim - Foto: Christian Kleiner
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