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Von Natali Kurth

Intensiven, spannungsreichen Tanz bietet die Delattre Dance Company mit ihrem neuen Ballettabend „DepenDance“, „Abhängigkeit“. Ein Premierentitel nicht ohne hintergründige Botschaft. Denn die einzige überregional bekannte freie Kompanie in Rheinland-Pfalz leidet unter erheblichen Mittelkürzungen. Dabei zeigt der neue, von Stéphen Delattre gestaltete Abend, weshalb die Kompanie mit Sitz in den Mainzer Kammerspielen auf große Zuschauerzuwächse verweisen kann.

Delattre Dance Company mit "DepenDance" in Mainz Intensives Ballett über Abhängigkeiten

Stephen Delattre mit seiner Company (Foto: SWR, SWR - Foto: Natali Kurth)
Sieben Jahre Delattre Dance Company sind keine Selbstverständlichkeit. Auch wenn mit den Mainzer Kammerspielen eine zuverlässige Bühne gefunden ist, ist der Kampf ums Geld allgegenwärtig. Erst recht in unmittelbarer Nachbarschaft zum erfolgreichen Ensemble „tanzmainz“ des Staatstheaters. SWR - Foto: Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Es geht weniger um die künstlerische Konkurrenz, da ergänze man sich, doch finanziell steht die freie Szene immer schlechter da als ein Staatstheater. Ballettdirektor Stephen Delattre: „Wir sind sehr gewachsen, im Repertoire und im Niveau der Tänzer. Das Publikum hat sich vervierfacht. Jetzt wird die Situation finanziell aber immer schwerer. Alle kürzen die Förderung, und das Land hat unser Budget im Vergleich zum Beginn um 55 Prozent gekürzt.“ SWR - Foto: Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Am erfolgreichsten sind Handlungsballette, erklärt der 36-jährige Ballettdirektor, Choreograf und Tänzer. Die Handlungsballette hätten große Titel. Wie „Momo“, „Notre Dame de Paris“ oder „Dorian Gray“. Die Zuschauer würden diese Geschichten kennen und wiedererkennen, sie leicht verstehen.Auf dem Bild: Stephen Delattre (links) mit dem Ballettmeister Angel Blanco bei den Proben für den neuen Ballettabend „DepenDance“. SWR - Foto: Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Stephen Delattre: „In den gemischten Abenden, die sehr wichtig sind für das Publikum und die Tänzer, gibt es auch kleine Geschichten, kleine Handlungen in den Balletten. Der neue Abend ist neoklassisch, aber es gibt nichts, was die Leute nicht verstehen würden. Es ist kein abstrakter Abend.“ SWR - Foto: Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Stephen Delattre und seine kleine freie Company hoffen in der Zukunft auf weniger Abhängigkeit und mehr kreativen Freiraum, aber dafür braucht es erst einmal mehr Geld. Es wäre schade, wenn die Tanzstadt Mainz, die sich mit ihren beiden Ensembles mittlerweile einen Namen gemacht hat, mit diesem Pfund nicht mehr wuchern könnte. SWR - Foto: Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
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