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Anderen die Bühne bereiten: Birgit Keil, ehemalige Ballettdirektorin und Primaballerina

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Birgit Keil, ehemalige Stuttgarter Primaballerina und Cranko-Protégée, hat sich nach ihrer Karriere als international gefeierte Tänzerin mit großem Engagement der Ausbildung neuer Talente gewidmet. Bis 2019 war sie Akademieleiterin in Mannheim und Ballettdirektorin in Karlsruhe – und fördert den Tanznachwuchs mit ihrer eigenen Stiftung.

Talentförderung auf der ganzen Welt

„Tanz ist eine expressive Kunst“, ist Birgit Keil überzeugt. Keine andere beanspruche so den ganzen Menschen — Harmonie aus Kopf, Geist, Seele und Herz. Deshalb sei es ihr immer wichtig gewesen, junge Menschen nicht nur zu körperlichen Höchstleistungen zu bringen, sondern auch auf ihre Persönlichkeit zu achten.

Basierend auf der Methode der russischen Tanzpädagogin Agrippina Vaganova erarbeitete sie mit ihrem Team eine eigene, sich ständig weiterentwickelnde Schule.

SWR Retro über die Stuttgarter Ballettwoche mit Birgit Keils Debüt:

Verantwortung gegenüber jungen Tänzer*innen

Sie vertrete durchaus ein hierarchisches System, so die 75-Jährige von sich selbst — aber das dürfe niemals in Diktatur und Machtmissbrauch ausarten. Man habe eine große Verantwortung gegenüber den jungen Menschen.

„Ich glaube, man kann nicht alles in Seminaren lernen, wie man führt. Da muss Begabung dabei sein und der Wunsch, anderen den Weg zu ebnen“, sagt Keil, die 1995 ihren Abschied von der Bühne genommen hat.

„Es gibt fast keine Kunst, die den ganzen Menschen so beansprucht, wie der Tanz.“ — Birgit Keil

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