Münchner Kammerspiele Matthias Lilienthal: Freude über Auszeichnung als „Theater des Jahres“

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Dauer
Sendedatum
Sendezeit
12:33 Uhr
Sender
SWR2

Die Münchner Kammerspiele sind Theater des Jahres 2018/19. Der 2020 scheidendende Intendant Matthias Lilienthal sagt im SWR2-Gespräch, er freue sich über die Auszeichnung für eine Spielzeit mit vier herausragenden Produktionen, darunter „Dionysos Stadt“ von Hausregisseur Christopher Rüping, die zugleich als beste Inszenierung gewürdigt wurde.

Matthias Lilienthal: „Es freut mich total“

Dass die herausragenden Produktionen der Kammerspiele mit der Auszeichnung zum „Theater des Jahres gewürdigt worden seien, freue ihn „total“, so Intendant Matthias Lilienthal in SWR2, insbesondere für das Junge Ensemble der Kammerspiele.

Kritiker und Kritikerinnen der Theaterzeitschrift „Theater heute“ haben die Münchner Kammerspiele am 29. August zum Theater des Jahres 2018/ 2019 gewählt.

Weiterarbeit war in München „politisch nicht gewollt“

Politisch sei seine Weiterarbeit in München nicht gewollt gewesen, so Lilienthal, der die Kammerspiele nach der folgenden Spielzeit verlassen wird. „Ich scheide überhaupt nicht im Groll“, so Lilienthal in SWR2. „Fünf Jahre lang ganz wesentliche Anregungen gegeben zu haben und die Tür für anderen Anregungen geöffnet zu haben macht mir Spaß und ist das, was ich kann.“

Kritik an zu viel Diskurs und Experimentellem

Gegen Lilienthal hatte es zuvor Vorwürfe gegeben, er habe das klassische Sprechtheater vernachlässigt und stattdessen zu viel Diskurs und Experimentelles auf die Bühne gebracht.

Intendantenkollege Martin Kusej vom Münchner Residenztheater hatte in der Süddeutschen Zeitung erklärt, er habe bei Lilienthal in vielen Fällen einen Grad an Dilettantismus und Selbstüberschätzung erlebt, der „furchterregend, abenteuerlich oder einfach bescheuert war."

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