Tanz Klang, Kung Fu und tänzerische Kraft - "Sutra" von Sidi Larbi Cherkaoui im Pfalzbau Ludwigshafen

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Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:40 Uhr
Sender
SWR2

Sidi Larbi Cherkaoui ist einer der interessantesten zeitgenössischen Tänzer und Choreografen. Mit seiner Companie Eastman ist er ebenso erfolgreich wie als Tanzdirektor an der Oper in Antwerpen. Bei den Festspielen Ludwigshafen im Pfalzbau hatte am 19. November sein Tanzstück „Sutra“ Premiere.

Inspiriert durch eine Begegnung mit Mönchen des Shaolin-Tempels in China

In seinen Choreografien verwendet der aus flämisch-marokkanischer Familie stammende Künstler Elemente verschiedener Kulturen. Auch arbeitet er immer wieder mit bekannten Musikern, bildenden Künstlern und Modeschöpfern zusammen. Für „Sutra“ wurde er mit dem renommierten und mit 75 000 Euro dotierten Kairos Preis ausgezeichnet.

Das Stück entstand nach einem Aufenthalt in China und mit Mönchen des Shaolin-Tempels. Die Musik schuf der polnische Komponist Szymon Brzóska, das Bühnenbild hat der britische Bildhauer Anthony Gormley erfunden, ein Freund von Cherkaoui, der auch durch Asien reiste und sich für den Buddhismus begeistert.

Eindrücke der Choreographie im Trailer zu Sutra

Verbindung von fließendem Tanz und Kampfsport-Elementen

In „Sutra“, was so viel heißt wie Faden oder Kette, erzählt Cherkaoui eine Geschichte von Ausgrenzung, Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Er bringt seinen fließenden Tanzstil mit dem Kampfsport der Shaolin-Mönche zusammen. Akkurates Timing der schnellen Abläufe ist auf der Bühne ebenso lebenswichtig wie im Kampfsport. Denn die Mönche sind mit Lanzen oder Stöcken bewaffnet, zeigen ihre „Marshall Arts“, so nennen sie ihre Kampfkunst.

„Sutra“ ist eine ebenso turbulente wie sinnliche Choreografie, die wie ein Brückenschlag zwischen Ost und West daherkommt.

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