Bühne Monologe über das Töten: „Wut“ von Elfriede Jelinek am Theater Freiburg

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Es sind Szenen des Zorns, ein Text voller Wut über die eigene Ohnmacht angesichts der Gewalt: In „Wut“ mischt Elfriede Jelinek griechische Mythologie mit Brandreden deutscher Wutbürger und antisemitischen Hetzreden islamistischer Terroristen. Der Terroranschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo 2015 in Paris hat die Literaturnobelpreisträgerin zu dieser Schrift veranlasst.

Am Theater Freiburg verzichtet Regisseur Hermann Schmidt-Rahner auf Provokationen. Stattdessen zeigt er Monologe über das Töten, Terroristen die sich in Rage reden, ein Video im Hintergrund visualisiert das Morden. In seiner Inszenierung, die am 18. Oktober Premiere hat, ist der Wutbürger wesentlicher Bestandteil.

Der mordende Mob, angestachelt von geistigen Brandstiftern und Populisten wie Björn Höcke, sei nach dem Attentat von Halle eine Gefahr von neuer Dringlichkeit, sagt Schmidt-Rahner gegenüber SWR2: „Man muss es in aller Deutlichkeit sagen: diese Leute bereiten einen Bürgerkrieg vor in Deutschland“.

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