Bühne Eine Farce über den Wert von Männern: „Die Orestie“ in Mannheim

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Dauer
Sendedatum
Sendezeit
12:40 Uhr
Sender
SWR2

Die Orestie“ von Aischylos gehört nicht nur zu den wenigen aus der Antike überlieferten Werken. Das Stück um Rache und Gerechtigkeit schildert auch den Übergang von einer archaischen Gesellschaft zum Rechtsstaat. Immerhin wird der Titelheld Orest gegen Ende freigesprochen – obwohl er seine Mutter getötet hat. So wird die „Orestie“ meist gedeutet.

Wichtige Teile dieses Stoffes unterschlägt allerdings die Inszenierung von Philipp Rosendahl. Orest wird nur freigesprochen, weil er ein Mann ist und Frauenleben im antiken Athen weniger wert sind. Eine Orestie als Farce.

„Die Orestie“ von Aischylos, in der Übersetzung aus dem Altgriechischen von Walter Jens am Nationaltheater Mannheim. Die nächsten Aufführungen am 5., 9. und 20. Oktober 2019.

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