Festakt der Stadt Karlsruhe 300 Jahre Badisches Staatstheater

Von Marie-Dominique Wetzel

Älter als die USA und das Wiener Burgtheater. Das waren zwei der Vergleiche, die am Sonntag beim Festakt zum 300. Geburtstag des Badischen Staatstheaters gezogen wurden. Ein glanzvolles Fest der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses und der Prominenz aus dem Land.

Geburtstagkuchen und Fanschal

Kuchen gab es mehr als genug. 100 Theaterfans hatten welchen für das Buffet beim Festakt zum 300. Geburtstag des Badischen Staatstheaters mitgebracht. Einen Festtagskuchen in Form des Staatstheaters schnitten dann auch Ministerpräsident Kretschmann und Kulturministerin Theresia Bauer an, zusammen mit Generalintendant Peter Spuhler und dem Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup.

Auch mit dem Abschiedsgeschenk wollte sich das Badische Staatstheater beim hohen Besuch dauerhaft empfehlen: Alle hohen Gäste erhielten den neuen, weißgoldenen Fan-Schal des Badischen Staatstheaters.

Älter als die USA und das Wiener Burgtheater

Gemeinsam blickte man zurück auf die 300-jährige Geschichte des Hauses, das - wie beim Festakt erinnert wurde, älter als die USA und das Wiener Burgtheater ist.

Der von Napoleon zum Großherzog ernannte Markgraf, Karl Wilhelm von Baden-Durlach, ließ 1810 das erste größere, eigenständige Theater bauen, das offensichtlich nicht nur für Mitglieder des Karlsruher Hofstaates bestimmt war.

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"Ein offenes Haus für eine offene Gesellschaft"

Intendant Peter Spuhler schaut vor allem in die Zukunft des Hauses. Zu deren Gelingen sollen das Junge Staatstheater, die Bürgerbühne, das neuen Probenzentrum und vor allem die aufwendige Sanierung des Gebäudes beitragen, die insgesamt 300 Millionen Euro kosten soll.

"Ein offenes Haus für eine offene Gesellschaft" sei die Chiffre, die er und sein Team für die bevorstehende Erneuerung gefunden hätten. Dafür sollten nicht nur viel Glas und offene Zugänge sorgen. Das Badische Staatstheater solle tagsüber auch allen zugänglich, also "kein Elitehaus für wenige reiche, gebildete Bürger sein".

Dauer

Hermann Levi und Felix Mottl als Musikavantgardisten

In der Geschichte des Staatstheaters sei er vor allem von der Epoche der großen Dirigenten fasziniert, so Peter Spuhler. Hermann Levi, Felix Mottl und andere hätten Karlsruhe im zeitgenössischen Musiktheater ganz nach vorne gebracht und dafür gesorgt, dass man im ganzen Land nach Karlsruhe geschaut habe.

Beim Festkonzert der Badischen Staatskapelle am Sonntag erklingen Barockmusik, ein zeitgenössisches Werk und die 2. Sinfonie von Johannes Brahms, der mit dem Badischen Staatstheater eng verbunden war.

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