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Am 23. Dezember 1920 wurde in Berlin Arthur Schnitzlers Stück „Reigen“ uraufgeführt, obwohl es bereits 1900 veröffentlicht worden war. Das Stück in 10 Dialogen, die ganz direkte Sex-Szenen sind, führte zu mehreren berühmten Theater-Skandalen vor allem in Berlin und Wien. Die Skandale um den „Reigen“ fallen in einer Zeit, in der künstlerisch einerseits sehr viel gewagt und experimentiert wurde, in der andererseits aber auch konservative Kräfte die „konservative Revolution“ ausriefen, sagt der Theaterkritiker Janis El-Bira.

Der „Reigen“ stand gegen diese Kräfte, als ein Stück, in dem alle Ordnungen aufgelöst scheinen und das Sex in allen sozialen Hierarchien beschreibt. Die sozialen Umstände der sexuellen Beziehungen seien heute ganz andere als zu Zeiten von Arthur Schnitzler. Dennoch habe auch heute Sex mit Macht zu tun, und mit vorgefertigten Bildern davon, wer welche Rolle zu spielen habe. Als Stück über die „Mechanik des Begehrens“ habe der „Reigen“ uns daher auch heute noch etwas zu sagen, meint Janis El-Bira.

Kunst Der Künstler Egon Schiele – "Enfant terrible“ der klassischen Moderne

Der österreichische Künstler Egon Schiele (1890 - 1918) gilt als „enfant terrible“ der klassischen Moderne. Die Gesellschaft verurteilte seinen Lebensstil als anstößig; wegen angeblicher sexueller Übergriffe auf Minderjährige wurde er denunziert.  mehr...

Ballett StuttgartBallett@home: „Höhepunkte” als Livestream

Manche nennen den Höhepunkt beim Sex „Kleinen Tod”. Evtl. entsteht dabei neues Leben am Ende, als Höhepunkt, wiederum der Tod. Im neuen Programm des Stuttgarter Balletts geht es in drei Stücken um Verführung, Tod und den Tanz auf Messers Schneide. Höhepunkte also. Einmalig und online.  mehr...

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