Schreiben. Trinken. Essen. So lebt sich's als Restaurantkritiker und Krimiautor

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Birgit Steinbusch
Birgit Steinbusch (Foto: SWR)

Ein Leben für den Genuss: Als Krimiautor lässt Carsten Henn seine Figuren für Pralinen oder Champagner ermorden. Als Weinjournalist hat er tausende Flaschen im Keller. Als Restaurantkritiker ist er unter falschem Namen unterwegs.

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Am Anfang war der Wein

In der 11. Jahrgangsstufe hat Carsten Henn seinen "Feuerzangenbowle"-Moment, wie er es nennt. Mit dem Chemiekurs geht es an die Ahr, der Lehrer erklärt die alkoholische Gärung, mit anschließender Weinprobe. Seine Klassenkameraden ziehen sich ordentlich was rein, er genießt, spuckt, vergleicht. Mit 18 schnappt er sich den alten VW-Käfer seiner Oma und fährt in Deutschland Weingüter ab. Trinkt, lernt und schreibt darüber. Lange Zeit ist er in der Chefredaktion des Weinführers "Vinum".

Yoga in Australien

Er studiert Völkerkunde, Soziologie und Geographie in seiner Heimatstadt Köln. Dann kommt der Auslandsaufenthalt in Australien. Zusätzlich zu Völkerkunde belegt er an der Uni in Adelaide Weinbau. Weil ihm Stunden fehlen, nimmt er noch Yoga dazu. Eine große Herausforderung.

»In den Seminaren waren sonst größtenteils junge attraktive Tanz- und Schauspielstudentinnen und ich dann mittendrin auf der Matte.«

Fünf Städter, ein Weinberg, Riesling und das große Scheitern

Mit Freunden kauft er sich irgendwann drei Parzellen in St. Aldegund an der Mosel. Die Vision: ein trockener Riesling. Sie scheitern auf ganzer Linie. Viele Fehler und viele Katastrophen später ist ihm noch ein Stückchen Weinberg geblieben. Das bewirtschaftet jetzt eine Winzerfamilie für ihn. In seinem neuesten Buch "Der Mann, der auf einen Hügel stieg und von einem Weinberg herunterkam" geht er der Frage nach, woran es gelegen hat, dass er sein Wissen nicht in die Praxis umsetzen konnte. 

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Der beste Platz für eine Leiche

Die Städte und Tatorte in seinen kulinarischen Krimis kennt er, weil er selbst da war. "Man kann die Schauplätze nicht einfach nur googeln." Für den Fall "Der letzte Caffè" verbringt er zum Beispiel viel Zeit im italienischen Triest und macht sogar eine Ausbildung zum Barista.

»Ich könnte jetzt überall auf der Welt eine Espressobar aufmachen - und das Herz aus Milch kriege ich auch noch hin.«

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