Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger über den Absturz der CDU

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Von 2005 bis 2010 war er Ministerpräsident von Baden-Württemberg, danach EU-Kommissar in Brüssel. Günther Oettinger verrät, was er heute macht und wie er den Crash seiner CDU einschätzt.

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Der Absturz der CDU – die Suche nach den Ursachen und Fehlern – die Neuaufstellung nach Merkel – die Chancen und Risiken für den neuen Vorsitzenden Friedrich Merz: Alles Themen, die Günther Oettinger ganz besonders am Herzen liegen.

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Oettinger war erst CDU-Fraktionschef in Baden-Württemberg, dann ab 2005 für fünf Jahre Ministerpräsident. Ab 2010 war er zwei Mal EU-Kommissar: beim ersten Mal für Digitale Wirtschaft und Energie, beim zweiten Mal für Haushalt und Budgets.

Der in Stuttgart geborene Oettinger ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt Ditzingen und hat mittlerweile seine eigene Beratungsfirma und diverse Aufsichtsratsmandate.

Ex-EU-Kommissar fordert mehr Engagement bei Cybersicherheit

Ex-EU-Kommissar Günther Oettinger hat zu mehr Investitionen in die Cybersicherheit aufgerufen. Hintergrund ist, dass laut einer Umfrage des Verbands Bitkom viele Menschen in Deutschland Angst vor einem Cyberkrieg haben. Der ehemalige EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft sagte im SWR, auch auf internationaler Ebene sei mehr Anstrengung beim Thema Cybersicherheit nötig:
"Die Dienste in China, Russland oder auch im Iran sind uns nur deswegen überlegen, weil sie eben mehr Zeit, mehr Humanressourcen und mehr Geld in die Attacken investieren. Und so, wie man früher eben Panzerabwehrraketen brauchte und heute noch braucht, um Panzer zu stoppen, bräuchte man mehr Einsatz auf europäischer Ebene in Kooperation mit demokratischen Ländern wie Kanada, USA, Japan, Südkorea, dem Vereinigten Königreich, auf europäischer und deutscher Ebene, um dem Ganzen einen höheren Sicherheitsmantel und ein höheres Schutzschild zu verleihen."
Bei der Polizei und bei Unternehmen fehle es noch an entsprechendem Wissen über Cyberangriffe, kritisierte Oettinger. Ein weiteres Problem sei, dass attackierte Unternehmen derartige Angriffe nicht bei Behörden meldeten. Was die Sicherheit von Daten innerhalb der Europäischen Union betreffe, werde auf EU-Ebene außerdem "eher noch gekleckert als geklotzt".  mehr...

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