So sieht Katja Diehl den Weg zu einer gerechten und fairen Mobilität der Zukunft

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Jens Wolters
Moderator Jens Wolters aus dem SWR1 Team moderiert regelmäßig die Sendung SWR1 Leute mit spannenden und interessanten Gästen (Foto: SWR)

Sie fährt möglichst Rad und findet, "das beste Auto ist eines, das gar nicht gebaut wird". Katja Diehl will die Verkehrswende gestalten - eine Wende, die "noch nicht begonnen hat".

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"Die Verkehrswende hat noch nicht einmal begonnen"

Dieser Meinung ist Mobilitätsexpertin Katja Diehl. Von wegen "Die Verkehrswende ist in vollem Gange"... Und legt gleich nach mit dem nächsten Hinhörer:

»Das beste Auto ist eines, das nicht gebaut wird.«

Durchschnittlich ist das Auto nämlich nur 45 Minuten am Tag wirklich in Benutzung, führt Katja Diehl als Begründung an. Deshalb ist sie auch, so oft es geht, mit ihrem Faltrad unterwegs.

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Auto, Fahrrad, ÖPNV - was ist die Zukunft im Verkehr?

Diehl fordert das Ende der Priorisierung des Autos und setzt sich für Menschen ein, die, wie sie sagt, "gegen ihren Willen" mit dem PKW fahren, weil sie einfach keine andere Wahl haben. Das wird schon im ersten Absatz ihres Buches deutlich:

»Es ist nie nur die Klimakrise, die mich antreibt, Verkehrswende zu gestalten. Mich haben die blinden Flecken der Automobilität, das Unmenschliche und Ungerechte am bestehenden Verkehrssystem schon immer aufgeregt. Mit jedem Tag lerne ich mehr über Menschen, die sich kein Auto leisten können, es nicht mehr fahren dürfen oder wollen und – an der anderen Seite der Skala – über Menschen, die Auto fahren müssen.«

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