Macron bleibt Präsident - das bedeutet das Ergebnis der Wahlen in Frankreich 2022

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Präsidentschaftswahl: Emmanuel Macron bleibt Präsident

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich stand schon durch im Vorfeld unter der großen Frage "reicht es für Emmanuel Macron?" - sein Vorsprung für die Stichwahl war noch knapper gewesen als schon vor fünf Jahren. Es hat gereicht, Macron gewann mit 58,6% - ein deutlicher Abstand zu seiner Herausforderin Marine Le Pen mit 41,5%. Waren es die Stimmen des linken Lagers um den ausgeschiedenen Jean-Luc Mélenchon, die die Entscheidung gebracht haben? In einer Umfrage vor der Stichwahl hatten sich nur ein Drittel von Mélonchons Anhängern dafür ausgesprochen, Macron ihre Stimme zu geben. Viele hatten Macron vorgeworfen, Steuern für die Reichen gesenkt und Sozialgeld, wie zum Beispiel das Wohngeld, gekürzt zu haben.

War Europas Nervosität vor den Wahlen in Frankreich berechtigt?

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire hatte vor der Stichwahl noch gesagt, die Franzosen hätten die Wahl zwischen einer "Alliieren von Putin" und einem Präsidenten, der Frankreich an die Spitze Europas geführt habe. Wäre Le Pen gewählt worden, hätte sie als EU-Ratspräsidentin sogleich das Ruder in Europa übernommen. Diese Aussicht erklärt die Nervosität in Brüssel und Berlin vor der Wahl, der nach Macrons Sieg viele erleichterte Kommentare von Politiker:innen folgten.

Frankreich-Experte Frank Baasner: Das bedeutet das Wahlergebnis für uns

Wohin steuern Frankreich und Europa jetzt? Wird Emmanuel Macron, wie er noch am Abend seines Wahlsieges verkündete, wirklich „Präsident aller Franzosen“ sein? Wird er seine Wahlversprechen umsetzen, unter anderem Frankreich in eine „große grüne Nation“ zu verwandeln und die Sorgen und Ängste der Wähler:innen von Marine Le Pen ernst nehmen? Und: welche Auswirkungen hat die Wiederwahl Macrons auf die politische Spaltung Frankreichs?

Antworten gibt der renommierte Frankreich-Kenner Prof. Frank Baasner in SWR1 Leute. Er ist seit 2002 Direktor des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg. Er wuchs in Paris und Bonn auf, zu seinen Schwerpunkten als Berater zählen Kooperationen zwischen Deutschland und Frankreich.

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