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Etwa 29 Millionen Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jährlich. Viele Bäume werden entsorgt - es gibt aber Alternativen zum Wegschmeißen.

Weggeworfene Weihnachtsbäume  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Abgeschmückt und ausgedient: Diese Weihnachtsbäume liegen an einem Straßenrand und warten auf ihre Abholung. Picture Alliance

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum ist für viele undenkbar. Aber wohin mit dem Baum, wenn die Weihnachtsfeiertage vorüber sind und das neue Jahr angebrochen ist?

Vielerorts wird der Abtransport der Weihnachtsbäume angeboten. Ob und wann der Tannenbaum auf der Straße stehen darf, darüber informieren die Webseiten der Kommunen und Abfallbetriebe. Viele Gemeinden richten zudem spezielle Sammelstellen ein oder stellen Container auf. Teils nehmen auch Wertstoffhöfe und Grünabfallsammelstellen die ausrangierten Bäume an.

Weihnachtsbäume gehören nicht in die Natur

Termin verpasst oder die Sammelstelle war zu? Werfen sie den Weihnachtsbaum niemals im Wald oder anderswo in freier Natur ab. Auch die Biotonne ist nicht der Platz für die alte Tanne, mahnt der WWF. Die Stämme und Äste sind nicht zur Vergärung in der Biogasanlage geeignet.

Lametta- und kugelfrei

Befreien Sie den Baum auf jeden Fall von Lametta-Resten. Geraten die Glitzerfäden mit den Weihnachtsbäumen in Kompostier- oder Verbrennungsanlagen, wird dadurch das giftige Blei in der Umwelt verteilt.

Möglich ist auch die Kompostierung im heimischen Garten. Zerkleinert und verrottet geben die Bäume gute Komposterde ab. Im Garten kann altes Tannen- und Fichtengrün beispielsweise Beete und Blumenkästen vor Frost schützen. Zusätzlich können Sie es als winterlichen Grabschmuck verwenden. Ein weiterer Vorteil von Nadelbaumzweigen auf dem Beet ist, dass sie Schnecken abhalten. Die Nadeln an den Ästen stören die Weichtiere, so dass sie das Beet meiden. 

Kletterspaß und Festmahl für Tiere

Stärkere Äste und Zweige können Sie zu Sitz- und Kletterstangen für Vögel, Mäuse oder andere Kleintiere umfunktionieren. Auch größere Tiere freuen sich über alte Bäume. Viele Zoos, Wildparks und Wildtiergehege nehmen ausgediente Weihnachtsbäume als Spielzeug oder Futter an. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Bäume nicht chemisch behandelt und komplett abgeschmückt sind.

Auch mancher Reiterhof nimmt die alten Bäume gerne. Pferdehalter können ihren Tieren die Bäume ebenfalls zum Knabbern anbieten. Geeignet seien in der Regel einheimische Fichten und Tannen, rät der WWF.

Weihnachtsbaum-Verfütterung bei Elefanten  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Zwei Elefanten knabbern an einem Weihnachtsbaum anlässlich der Weihnachtsbaum-Verfütterung im Tiergarten Schönbrunn in Wien Anfang 2020. Picture Alliance

Darf ich meinen Tannenbaum verbrennen?

Streng genommen müssen Weihnachtsbäume als pflanzlicher Abfall entsorgt werden. Auch im eigenen Ofen können Sie den Baum verbrennen, das Holz sollte aber trocken genug sein und vorher entsprechend lange lagern. Rechnen Sie mit mindestens zwei bis drei Jahren Lagerung.

Im Wald oder am Straßenrand dürfen Weihnachtsbäume nicht entsorgt werden, denn sie brauchen lange, um zu verrotten. Wer dies dennoch tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldstrafe geahndet werden kann. Es drohen Bußgelder von bis zu 300 Euro.

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