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Auch wenn Versicherungsnehmer ihre Beiträge immer bezahlen, ist die Krankenkasse nicht immer bereit, im Schadensfall eine Leistung zu erbringen. Wie sich Versicherte dann verhalten, erklärt Hermann-Josef Tenhagen.

Wann lohnt sich ein Widerspruch bei der Krankenkasse?

"Der Widerspruch bei der gesetzlichen Krankenkasse lohnt eigentlich immer, wenn die Kasse gesagt hat, sie will eine Leistung nicht bezahlen, die man vorher bei ihr beantragt hat", erklärt Hermann-Josef Tenhagen vom Finanztip. Mehr als 40 Prozent der Widersprüche seien erfolgreich.

Man beantrage die Leistung ja, weil sie medizinisch notwendig sei und weil man sie auch für vernünftig hielte.

Wie geht der Versicherungsnehmer vor?

Erstmal müsse der Versicherungsnehmer innerhalb eines Monats einen Widerspruch einlegen. "Das kann dann formlos sein", so der Finanzexperte. Anschließend folgt die Begründung.

Wie begründet der Versicherungsnehmer seinen Widerspruch bei der Krankenkasse?

"Für die Begründung gehe ich zu meinem Arzt", erklärt Tenhagen. Dieser müsse eine ausführliche Begründung attestieren. "Ich muss der Kasse klar machen, warum diese Leistung medizinisch für mich notwendig ist."

Wie oft kommt es vor, dass Kassen nicht zahlen wollen?

"Dass Kassen nicht zahlen, das kommt bei fast allen Kassen vor", sagt Tenhagen. Die AOKs zum Beispiel seien da recht transparent. "Da gibt es welche, die haben 14 Prozent der Anträge abgelehnt -bei anderen 29."

Wie ist die gesetzliche Lage bei Krankenkassen?

Die gesetzliche Lage bei den Krankenkassen ist einfach, erklärt der Finanzexperte: "Sie sollen diese Leistung bezahlen, wenn sie medizinisch notwendig ist. Und sie sollen das wirtschaftlich tun. Das heißt also, wenn die Krankenkasse der Meinung ist, man könnte die gleiche Leistung auch günstiger bekommen, dann ist das zum Teil auch ein Argument, warum dann eine Leistung abgelehnt wird." Genau damit müsse der Versicherungsnehmer sich auseinandersetzen. Denn wenn der Kassenpatient langfristig krank ist, hat die Kasse auch nichts davon.

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