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Lieblingsverein, Bundesland oder Piratensymbole: Mit Flaggen lassen sich Sympathien oder Verbundenheit zeigen. Worauf Sie beim Hissen achten müssen.

Flagge ist nicht Fahne

Den wichtigsten Unterschied gleich vorweg: Die Begriffe Fahne und Flagge werden im täglichen Sprachgebrauch zwar synonym verwendet, aber eigentlich handelt es sich um zwei verschiedene Dinge.

Eine Flagge ist ein Stück Stoff, das in Massenproduktion gefertigt wird und leicht austauschbar ist. Es wird in der Regel an einem Mast gehisst.

Zwar bestehen Fahnen auch aus Stoff, aber sie sind oft Einzelstücke, die zum Beispiel speziell für einen Verein hergestellt werden. Bei Paraden oder Fastnachtsumzügen werden diese dann von Teilnehmern getragen.

Man kann sich also merken: In der Regel wird eine Flagge gehisst und eine Fahne getragen.

Länderflaggen

Die Deutschlandflagge in Schwarz, Rot und Gold darf man privat aufhängen. Das ist im Grundgesetz geregelt. Sobald sich aber ein Wappen darauf befindet, handelt es sich um eine Dienstflagge, die nur von Behörden verwendet werden darf. Deshalb besser den Adler weglassen, sonst kann im Zweifelsfall ein Bußgeld verhängt werden.

Die DDR-Flagge darf genauso gehisst werden, wie die Flaggen von anderen Ländern. Aber auch hier gilt: Nur die neutrale Landesvariante ohne offizielle Wappen ist erlaubt.

Eine Piratenflagge verstößt gegen kein Gesetz

Wer sich im Garten eine Regenbogenfahne als Symbol der Schwulen- oder Lesbenbewegung aufhängen möchte, der kann das ebenfalls tun. Auch skurrile Fahnen, wie die Piratenflagge mit Totenkopf – das ist alles grundsätzlich erlaubt.

Welche Flaggen sind verboten?

Es gibt Symbole, die in Deutschland verboten sind. Das betrifft grundsätzlich alles, was einen nationalsozialistischen oder politisch extremistischen Bezug hat. Also Hakenkreuzflagge oder die Reichskriegsflagge sind, egal ob im Schrebergarten oder auf dem Balkon, verboten. Gleiches gilt, wenn gegen einen Verein ein Verbot ausgesprochen wurde. Dieses umfasst dann auch die Kennzeichen der jeweiligen Vereinigung.

Kann ich einen Mast im Garten aufstellen?

Grundsätzlich gilt: Bis zu einer Höhe von zehn Metern braucht man keine Genehmigung, um einen Mast aufzustellen. Allerdings gibt es in einzelnen Bundesländern oder Gemeinden Ausnahmen. Deswegen sollte man sich ab einer Masthöhe von sieben Metern beim zuständigen Ordnungsamt über die genauen Vorgaben informieren.

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