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An vielen Orten müssen die traditionellen Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Mit wenig Aufwand können Sie sich das Glühwein-Feeling aber auch nach Hause holen.

Glühwein und Punsch lassen sich am eigenen Herd nach dem individuellen Geschmack kochen. Und auch gebrannte Mandeln, Maronen und Kartoffelpuffer sind schnell zubereitet.

So zaubern Sie Weihnachtsmarkt-Stimmung zu sich nach Hause (Foto: Imago, Panthermedia)
Abgesagte Weihnachtsmärkte, beim Bummel durch die Stadt kein Duft von Glühwein oder Kartoffelpuffern - da kommt einfach keine Stimmung auf. Unser Tipp: holen Sie sich die Weihnachstmarkt-Stimmung einfach nach Hause! Und was gehört zur Weihnachstmarkt-Stimmung unbedingt dazu? Zwei von drei Deutschen antworten auf diese Frage: Glühwein! Wärmt ja auch so schön die Hände und riecht gut nach weihnachtlichen Gewürzen. Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Das geht völlig unkompliziert aber auch zu Hause. Und hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen hat man es selbst in der Hand, einen ordentlichen Grundwein auszuwählen. Am besten einen trockenen oder halbtrockenen, der viele Fruchtaromen hat. Dornfelder oder Spätburgunder zum Beispiel. Gewürze wie Anis, Nelke oder Kardamom, eine Orangen- oder Zitronenscheibe. Mehr braucht es gar nicht. Wenn der Wein gut ist, sollte eher zurückhaltend dosiert werden. Genau wie der Zucker. Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Und wenn es ein weißer Glühwein sein soll: Riesling oder Müller-Thurgau. Alles warm machen, ziehen lassen und absieben. Das allerwichtigste: Der Glühwein darf nicht kochen! Denn ab 80 Grad verflüchtigt sich der Alkohol und es entstehen Bitterstoffe. Also den Topf rechtzeitig runter vom Herd, dann schmeckt der Glühwein zu Hause vermutlich viel besser als auf dem Weihnachtsmarkt. Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Die Alternative zum Glühwein: warmer, würziger Advent-Punsch oder cremiger Eierpunsch. Und weil Punsch auch alkoholfrei geht, ist er besonders bei Kindern und Autofahrern beliebt. Punsch verbreitet eine wohlig-duftende Adventsatmosphäre, egal wo man ist. Die nötigen Zutaten hat eigentlich jeder zuhause. Und das beste: man kann immer wieder eine andere Geschmacksrichtung zubereiten. Die Grundlage für Punsch ist Tee, meist schwarzer Tee. Der wird mit weihnachtlichen Gewürzen wie Anis, Kardamom und Zimt gekocht, danach nur noch mit etwas Zucker und Fruchtsaft verfeinert. Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Wer es exotisch mag, mischt Hibiskustee mit Cranberrysaft und etwas Anis. Fertig ist die alkoholfreie Variante. Und die wärmt sogar intensiver, als der Punsch mit einem Schuss Rum oder mit Wein - denn der Alkohl fördert zunächst die Durchblutung, uns wird warm, aber dann kühlt der Körper um so schneller wieder aus! Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Wir wär's mit Eierpunsch? Gibt's auch alkoholfrei, schmeckt aber mit Weißwein oder Rum einfach besser. Für den Punsch kann man entweder frisches Eigelb mit Zucker selbst cremig aufschlagen. Oder man nimmt einfach Eierlikör für die schnelle Variante. Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Gebrannte Mandeln gehören zur Weihnachtsmarkt-Stimmung unbedingt dazu! Ist ja auch kein Wunder: Die leckeren Röstnoten der Mandel, die unglaubliche Süße der Zuckerschicht, und dann dieser Moment, in dem man die krachende Hülle aus Karamell zerbeißt - mmmmmmmhhh! Imago Shotshop Bild in Detailansicht öffnen
Natürlich lässt sich dieser Moment auch zu Hause erleben. Mit selbst hergestellten gebrannten Mandeln. Und dabei kann man schon mal ins Staunen kommen, wie wenige Zutaten es eigentlich braucht, um so etwas Leckeres herzustellen. Denn mehr als Mandeln und Zucker im Verhältnis eins zu eins und Wasser ist gar nicht nötig. Schon die Gewürze wie Vanille, Zimt, oder Lebkuchengewürz sind kein Muss. Aber natürlich leckere Zugaben. Imago Shotshop Bild in Detailansicht öffnen
Der Zucker und die Gewürze werden im Wasser aufgekocht und dann die Mandeln dazugegeben. Durch die Hitze verdunstet das Wasser, bis irgendwann nur noch der Zucker und die Mandeln im Topf übrig sind. Ab diesem Moment karamellisiert der Zucker. Jetzt heißt es rühren, damit nichts anbrennt. Wenn die Zuckerschicht um die Mandeln schön dick und dunkel ist, alles auf ein Backpapier geben, mit einer Gabel voneinander trennen, etwas abkühlen lassen, und am besten sofort...mmmmmmmmmmmmmmhhh! Imago Shotshop Bild in Detailansicht öffnen
Über dem Feuer frisch geröstete Maronen sind für die Weihnachtsmarkt-Stimmung zu Hause einfach ein Muss. Der Duft der nussig-süßen Esskastanien lässt vielen das Wasser im Mund zusammen laufen. Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Esskastanien zuhause selbst rösten, das klappt auch im Backofen oder der Pfanne gut. Dafür müssen sie die Schale der Esskastanien nur kreuzweise einritzen. Wichtig ist, die Schale richtig durchzutrennen. Damit sich die Maronen später besser schälen lassen und schön saftig bleiben sollten die Esskastanien jetzt noch eine halbe Stunde ins Wasser Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Dann im heißen Backofen auf einem Backblech rösten - oder bei mäßiger Hitze in der Pfanne. Wenn sich nach etwa einer Viertelstunde die Schale an der Einkerbung deutlich aufstellt, sind die Maronen fertig. Die warmen, aromatischen Maronen schmecken nicht nur super. Sie haben auch deutlich weniger Fett als andere Nüsse oder Mandeln. Trotzdem sättigen sie hervorragend und passen ausgezeichnet zu allen wärmenden Winter-Weihnachtsgetränken. Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Eines darf für unsere Weihnachtsmarkt-Stimmung zu Hause auf keinen Fall fehlen: Reibekuchen, manche sagen auch Puffer dazu. Lecker! Entweder in der süßen Variante mit Apfelmus. Salzig sind sie ein willkommener Kontrast zu dem ganzen Süßkram, den es sonst auf dem Weihnachtsmarkt so gibt. Egal wie: Sie sind die perfekte Grundlage für den Glühwein. Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Gute Reibekuchen können Sie mit erfreulich wenig Zutaten zu Hause selbst machen. Ganz oben stehen natürlich die Kartoffeln. Viele schwören auf festkochende, obwohl in vielen Rezepten auch die mehlige Variante empfohlen wird. Das ist wohl Geschmackssache. Wichtig: Die rohen, geriebenen Kartoffeln sollten nicht zu nass sein. Deswegen in ein Handtuch wickeln und kräftig ausdrücken. Jetzt noch Salz, Ei, ein bisschen Mehl dazu, gerne auch kleingehackte Zwiebel. Wer sich das sparen will: Die Masse gibt’s auch schon fertig gerieben im Supermarkt zu kaufen. Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen
Die Puffer werden dann in reichlich Fett, zum Beispiel Butterschmalz, gebraten, bis sie schön knusprig und braun sind. Das schmeckt dann nicht nur wie auf dem Weihnachtsmarkt, sondern – zugegeben - riecht auch so. Denn das ist der Nachteil an den Reibekuchen: Der Fettgeruch hält sich ziemlich hartnäckig in Kleidern und Wohnung. Also: Reibekuchen von der Kochplatte auf der Terrasse! Die kalten Füße, die das verursacht, machen das Weihnachtsmarkt-Gefühl dann noch so richtig komplett... Imago Panthermedia Bild in Detailansicht öffnen

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