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Was Roboter für Senioren tun können "Pflegeroboter gibt’s eigentlich nicht!"

Alexander Dietrich leitet die Entwicklung von sogenannten humanoiden Assistenzroboter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Nächstes Jahr soll "Justin" als Helfer in der Pflege eingesetzt werden. Die Pläne wurden den Senioren in einem Pflegeheim vorgestellt - wie haben die Senioren auf die Pläne reagiert?


Tatsächlich waren sie aufgeschlossener als wir das eigentlich erwartet haben. Eine gewisse Neugierde hat man auf alle Fälle sehen können. Aber viele waren auch skeptisch und konnten sich nicht vorstellen, dass ein Roboter im Altenheim herumfährt.

Welche Aufgaben wird ein Roboter in Zukunft übernehmen?

Senioren-Pflege aus Osteuropa

Getränke anzureichen könnte in Zukunft von Robotern erledigt werden

Die Aufgaben, die ein Roboter erledigen könnte, müssen wir in einem gesellschaftlichen Diskurs erörtern. Welche Tätigkeiten wollen wir vom Roboter übernehmen lassen und in welchem Maße. Oft werden wir mit dem Begriff "Pflegeroboter" konfrontiert - und das ist an dieser Stelle ein sehr irreführendes Wort. Wir wollen nicht, dass die Roboter pflegen, sondern dass sie die Pflegekräfte unterstützen. Das können Hol- und Bringdienste für Medikamente sein, Hilfe bei der Dokumentation oder als Begleitunterstützung. 

Wie feinfühlig ist so ein technisches Kraftpaket?

Wir wollen, dass die Roboter so feinfühlig sind, dass sie auch spüren, wie sie mit der Umwelt interagieren. Wenn beispielsweise ein Roboter irgendwo anstoßen würde, dann muss er es sofort wahrnehmen und entsprechend reagieren können.

Wie muss ein Roboter in einem Notfall reagieren?

Er könnte es wahrnehmen, wenn jemand stürzt und dann auch einen Notarzt kontaktieren.  Bis der vor Ort ist, kann sich ein medizinisch ausgebildeter Experte auf den Roboter aufschalten und ihn fernsteuern. Er sieht dann das, was der Roboter auch sieht, spürt die Kräfte, die der Roboter spürt und kann dann schon mal die ersten Handgriffe erledigen. Die ersten Minuten können vielleicht auch lebenswichtig sein für die Person.

Und das kann Roboter "Pepper"
"Pepper" ist ein Forschungsprojekt der Universität Siegen und der Fachhochschule Kiel und wird derzeit in verschiedenen Pflegeeinrichtungen vorgestellt. Er wird überwiegend bei Demenzkranken eingesetzt und dort vor allem zur Unterhaltung und zum physischen und kognitiven Training eingesetzt. Weitere Informationen finden Sie hier.