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Nicht nur die eisigen Temperaturen machen unsere Hände rau und rissig: das regelmäßige Desinfizieren beansprucht sie ebenso. Doch mit kleinen Tricks bleibt die Haut keimfrei und weich.

Denn schon beim Gebrauch von Desinfektionsmitteln sollte man so manches beachten, um seine Haut zu schonen, weiß Katharina Stephan aus der SWR-Wissenschaftsredaktion. "Wichtig ist, dass die Hände nach dem Waschen komplett trocken sind, bevor ich sie desinfiziere." Wenn die Hände nämlich noch nass seien, verdunste die Feuchtigkeit und trockne die Haut aus, so unsere Expertin. "Außerdem wird das Desinfektionsmittel in nassen Händen verdünnt und wirkt dann nicht mehr so gut."

Auch bei dem umgekehrten Gebrauch sollten die Hände zunächst komplett trocken sein. Zwischen dem Waschen und Desinfizieren sollte einige Zeit vergehen. "Beim Desinfizieren werden nämlich Hautfette durch den Alkohol aus der Haut gelöst. Wenn ich jetzt die Hände wasche, spüle ich die Hautfette mit ab. Und das trocknet die Hände dann aus. Warte ich aber eine Weile mit dem Waschen, können die Hautfette wieder eindringen und quasi an ihren Platz zurückkehren", erklärt Katharina Stephan. Beim Waschen der Hände ist es zudem ratsam nur lauwarmes anstatt heißem Wasser zu nutzen. Dadurch wird die natürliche Schutzschicht der Haut nicht so stark strapaziert. Außerdem sollte man eine Feuchtigkeit spendende Seife verwenden.

Desinfektinosmittel wird auf Hände gegeben: Sind alle Mittel aus Drogerien wirksam und unbedenklich? (Foto: Colourbox)

Lieber desinfizieren statt waschen

Generell ist es jedoch nicht nötig die Hände sowohl mit Seife als auch Desinfektionsmittel zu reinigen, wenn diese nicht verschmutzt sind. In diesem Fall hält doppelt nicht besser, sondern beansprucht nur unnötig die Haut. Wenn die Hände also an sich sauber sind, ist es ratsam lediglich ein Desinfektionsmittel zu benutzen. Denn prinzipiell ist die Desinfektion hautverträglicher als das Händewaschen - besonders, wenn das Desinfektionsmittel rückfettende Substanzen beinhaltet.

Rückfettende Desinfektionsmittel sind besser für die Haut

Rückfettende Desinfektionsmittel sorgen dafür, dass die Haut nicht austrocknet. Aber auch hier gilt: Nicht direkt nach dem Desinfizieren die Hände waschen, sonst werden diese rückfettende Stoffe einfach weggespült.

Pflege mit Cremes, Ölen und Masken

Sind die Hände schon rau und rissig sollte man sie regelmäßig eincremen. Dabei sollten besser Handcremes aus der Tube anstatt aus einer Dose verwendet werden, da die Kontaktfläche für mögliche Keime geringer ist. Am besten cremt man sich direkt nach dem Waschen oder Desinfizieren die Hände ein. Auch Babyöle helfen bei trockener Haut und bieten langanhaltenden Schutz. In den Drogeriemärkten finden sich auch Handmasken, die besonders intensiv pflegen und die Haut wieder mit Feuchtigkeit versorgen.

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