Bitte warten...

US-Studie zur Fruchtbarkeit Spermien lieben Boxershorts

Wenn Männer unfruchtbar sind, kann das viele Gründe haben: Rauchen, Übergewicht und eine Vorliebe für heiße Bäder sind nur einige davon. US-Forscher haben jetzt herausgefunden, dass auch die Wahl der Unterwäsche eine Rolle spielt.

Drei Männer in bunten Boxershorts und mit Hemd und Krawatte

Auf die Größe kommt es doch an - allerdings von der Unterhose!

Boxershorts-Träger haben mehr Spermien - auf diese Formel lässt sich die Studie der Harvard-Forscher bringen. Die Wissenschaftler haben in Kinderwunschkliniken mehr als 650 Männer untersucht, mit eindeutigem Ergebnis. Wer überwiegend Boxershorts trug, hatte ein Drittel mehr schwimmende Spermien.

Weniger Spermien mit engen Schlüpfern

Männer, die enge Unterhosen bevorzugten, schnitten dagegen deutlich schlechter ab. Sie hatten eine geringere Spermienkonzentration und auffällig viel von dem Hormon FSH im Blut. Hohe Werte gelten als Warnsignal für eine gestörte Spermienproduktion.

Andere Einflussfaktoren wie Alter, Rauchen oder Übergewicht haben die Forscher herausgerechnet. Warum Boxershorts Spermien bessere Bedingungen bieten, erklärt die Studie nicht, aber es gibt laut SWR-Medizinredakteurin Ulrike Till eine plausible Vermutung. "Männliche Hoden mögen es kühl. Die optimale Betriebstemperatur liegt einige Grad unter der Kerntemperatur des Körpers." Enge Unterwäsche führt demnach also schnell zum Hitzestau, lockere Boxershorts dagegen nicht.

Boxershorts sind bei Kinderwunsch besser

Wer keine schlabbrige Unterwäsche mag, kann in der Regel trotzdem problemlos Papa werden. Bei allen untersuchten Männern lagen die Werte noch im Normalbereich. Wenn es aber lange nicht klappt mit der Familiengründung – dann sollten knackig enge Unterhosen am besten im Schrank bleiben.

Männer mit engen Unterhosen und keinem Kinderwunsch sollten diese Befunde aber nicht überbewerten. "Man darf ganz sicher nicht den Umkehrschluss machen, dass das Tragen von Nicht-Boxershorts zur Unfruchtbarkeit führt", sagt Sabine Kliesch, Chefärztin der Abteilung für Klinische und Operative Andrologie am Universitätsklinikum Münster. Wer noch nicht die Elternschaft anstrebt, sollte also auch weiterhin verhüten.