Upcycling-Tipp zur Kirschenzeit

Kirschkernkissen selbst basteln

Stand
Autor/in
Klaus Weis

Gerade im Juli schenkt uns die Natur – oder vielleicht sogar die nette Nachbarin bzw. Nachbar – wieder leckere Kirschen – und damit viele Kirschkerne.

Die Kerne wandern dann aber schnell im (Bio-)Müll oder auf dem Komposthaufen. Eigentlich schade drum, denn daraus kann man nützliche Kirschkernkissen machen. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Kirschkerne und Kirsche | Kirschkernkissen selbst basteln
Wer im Sommer gerne Kirschen isst, kann diese ganz einfach für ein Kirschkernkissen nutzen.

Kissen selbst basteln und vielfältig einsetzen

Wenn der Bauch schmerzt oder der Nacken verspannt ist, wirkt die Wärme aus den Kirschkernen wahre Wunder. Gibt es eine Beule, hilft auch das Kissen aus dem Kühlschrank. Die Kissen sind schnell selbst gemacht: Entweder schneidert man das es selbst oder nutzt dafür Kleidungsstücke, die man nicht mehr braucht.

Erster Schritt: Kirschkerne sammeln und vorbereiten

Logisch, die ausgespuckten Kerne können nicht direkt in das Kissen gepackt werden. Benötigt werden zwischen 300 und 500 Gramm pro Kissen. Um das verbliebene Fruchtfleisch zu entfernen,

  • halten Sie die Kerne in einem Sieb unter fließendes Wasser,
  • kochen Sie die Kerne für mindestens zehn Minuten aus und
  • reiben Sie nach dem Abkühlen die Kerne in einem Handtuch gegeneinander, bis kein Fruchtfleisch mehr daran klebt.
  • Wenn die Kerne immer noch nicht ganz befreit sind, packen Sie sie in einen verschließbaren Stoffbeutel und waschen Sie sie bei der nächsten 60- oder 90-Grad-Wäsche einfach mit, raten die Experten der Seite smarticular.net.

Danach heißt es trocknen

Dafür legen Sie die Kerne für ein paare Tage in die heiße Sommersonne, im Winter alternativ auf die Heizung oder trocknen sie bei 80-90 Grad im Backofen für eine Stunde. Wem das zu viel Arbeit ist: Kirschkerne können auch fertig gekauft werden.

Kleidung upcyclen – Der Weg für Faule

Ob Sie nun zum einsamen Einzelsocken greifen, den Einkaufsbeutel aus Baumwolle oder Jute umfunktionieren oder einen Waschlappen dafür nutzen – im Haushalt finden sich schnell Gegenstände, die Sie mit den Kernen befüllen können. Der Rest ist einfach: Kerne rein, bis das Kissen zu 50 Prozent gefüllt ist, zunähen, fertig!

Achtung: Achten Sie bei der Wahl immer darauf, dass es sich um einen reinen Baumwollstoff handelt! Baumwolle hält im Gegensatz zu Kunstfasern höhere Temperaturen ohne Probleme aus.

Ein selbstgemachtes Kirschkernkissen eignet sich zum Abkühlen und Aufwärmen. | Kirschkernkissen selbst basteln
Ein Kirschkernkissen lässt sich einfach selbst basteln und eignet sich zum Abkühlen und Aufwärmen.

Kissen selbst nähen

Vielleicht haben Sie auch eine konkrete Vorstellung, wie Ihr Kirschkernkissen aussehen soll, und ein bisschen schick darf es auch sein. Unsere Kollegen des ARD-Buffets haben sich Gedanken gemacht, wie Sie aus einem schönen Baumwollstoff ein Kissen zaubern können:

Kirschkernkissen fertig – Das Aufwärmen

Stolz halten Sie Ihr Kirschkernkissen in der Hand, jetzt soll zum Einsatz kommen. Um es aufzuwärmen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Legen Sie das Kissen in die Mikrowelle. Bei 600 Watt ist es in ein bis zwei Minuten aufgeheizt.
  • Im Backofen nutzen Sie die mögliche Restwärme nach der Nutzung. Ansonsten ist es die energieintensivste Form, das Kissen bei 80 bis 90 Grad für ca. zehn Minuten aufzuheizen.
  • Im Winter lassen Sie das Kissen einfach auf der Heizung liegen, dann ist es immer aufgewärmt, sofort einsatzbereit und Sie nutzen die Heizenergie sozusagen doppelt.

Aber Achtung: Bitte achten Sie darauf, dass das Kissen nicht zu heiß wird.

Rezepte mit Kirschen

Mehr Ratgeber

Welt

Bee Gees und AC/DC Mit diesen Songs gelingt die Wiederbelebung

Erste Hilfe ist wichtig. Im Zweifel können Sie als Ersthelfer mit einer Herzdruckmassage Leben retten. Hier lesen Sie, mit welchen Songs die Wiederbelebung am besten gelingt.

Der Vormittag SWR1 Rheinland-Pfalz

Dank milderer Winter Hirschlausfliegen: "Fliegende Zecken" breiten sich aus

Hirschlausfliegen sehen aus wie Zecken, sind aber keine. Sie befallen Hunde, Pferde und Menschen, sorgen mit ihrem Biss für unangenehmen Juckreiz und vermehren sich zunehmend.

Der Vormittag SWR1 Rheinland-Pfalz

Stand
Autor/in
Klaus Weis