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In diesen Tagen werden besonders viele Geschenke im Internet gekauft. Doch gerade bei unschlagbar günstigen Angeboten ist besondere Vorsicht geboten, rät Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale.

Eine Computertaste mit der Aufschrift "Fake-Shop". (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
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Shutdown kurz vor Weihnachten: Das heißt auch Ansturm auf diverse Onlineshops. Doch das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnen jetzt vor unseriösen Onlinehändlern aus dem Ausland. Wenn ein Shop beispielsweise eine Lieferung nur gegen Vorkasse anbietet, sollte man die Seite genau prüfen, empfiehlt die Rechtsanwältin Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale.

Schönes Design und nichts dahinter

Vorsicht gilt auch bei gutem Aussehen. So erhalte die Verbraucherzentrale derzeit täglich Beschwerden zu seriös wirkenden und schön gestalteten Internetseiten, die insbesondere in den Sozialen Medien zu finden sind. "Anders als beim klassischen Fake-Shop liefern diese Anbieter tatsächlich Ware", erklärt Kaiser. "Beim Auspacken stellt sich jedoch schnell heraus, dass es sich um billig produzierte Ware aus dem Ausland handelt."

Will man die Ware dann reklamieren, fangen die Komplikationen an. "Wer die erhaltene Ware zurückgeben möchte, findet zwar eine Rücksendeadresse, wird aber auch gleich darauf hingewiesen, dass er die Rücksendekosten tragen muss", so die Erfahrungen von Jennifer Kaiser. Oftmals kämen sogar noch zusätzliche Gebühren oben drauf, weshalb die Shops vom Reklamieren abrieten und bis zu 15 Prozent des Kaufpreises erstatten.

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Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geben drei wichtige Tipps für einen sicheren Einkauf im Internet:

  • Impressum und Kontaktmöglichkeiten kontrollieren: Betreiber von Online-Shops sind verpflichtet, auf ihrer Internetseite ein Impressum anzugeben. Ist auf der Internetseite kein Impressum vorhanden, sollten Sie auf keinen Fall dort bestellen.
  • Nutzungsbedingungen oder Allgemeine Geschäftsbedingungen überprüfen: Oftmals finden sich in den Nutzungsbedingungen oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen Hinweise auf ausländische Firmen.
  • Bewertungen prüfen: Es ist ratsam, vor einer Bestellung den Namen des Shops in eine Suchmaschine einzugeben. Dort finden sich oft Hinweise von Betroffenen, falls der Shop bereits negativ aufgefallen ist.

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