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Super 8 Filme digitalisieren

Super 8 goes Blue-Ray Schmalfilme digitalisieren

Mit 18 Bildern pro Sekunde wurde bis in die 80er in vielen deutschen Haushalten jedes Familienereignis auf 8mm-Celluloid gebannt. Von da an verliert sich die Spur der selbst gedrehten Meisterwerke oft in den Tiefen der Wohnzimmerschränke. Diesen Winter wird es Zeit, die analogen Schätzchen digital aufzubereiten.

Wie?

Grundsätzlich gibt es drei Varianten, um altes Filmmaterial in eine digitale Form zu verwandeln. Entweder das "Abfilmen", zum anderen das "Scannen" oder die dritte Variante, Sie geben Ihre Filme an den Profi ab.

"Off-the-wall transfer" – Abfilmen

Hierbei wird der Film mit einem Projektor abgespielt und auf eine Leinwand oder auf einen Umlenkspiegel projiziert. Das so entstehende Bild wird mit einer digitalen Kamera abgefilmt. Diese Methode bringt jedoch einige Probleme mit sich, vor allem dann, wenn man Wert auf ein gutes Ergebnis legt. Vor allem die entstehenden "Hotspots", d.h. ein andauerndes Flackern und eine ungleichmäßige Ausleuchtung des Films, trüben das Ergebnis. Dies liegt rein technisch daran, dass der Super 8 Film mit einer anderen Bildrate (18 Bilder/Sek.) aufgenommen wurde, als die Bildrate, die die Digitalkamera beim Abfilmen verwendet (idR. 25 Bilder/Sek.). Weiter findet bei diesem "Off the wall transfer" oft auch ein Versatz der Perspektive statt. Diese wird beim Betrachten oft als störend wahrgenommen.

Professionelles Abfilmen wird im Gegensatz zum oben beschriebenen "Off-the-wall transfer" als "Telecining" bezeichnet. Hierbei stehen sich Projektor und Kamera genau vermessen gegenüber und arbeiten mit der gleichen Wiedergabe bzw. Aufnahmegeschwindigkeit.

"Bild für Bild" - Scannen

Eine andere Möglichkeit, dies bisher allerdings nur den Profis vorbehalten war, war die Erfassung eines Filmes Bild für Bild mit entsprechenden Scannern. Ähnlich wie beim heimischen Dokumentenscanner wird auf einem Filmscanner Bild für Bild erfasst und später dann zu einer Videosequenz zusammengefügt. Seit Kurzem gibt es vom Hersteller "Reflecta" ein Gerät für den Hobbybereich.

Der Profi

Online findet man unzählige Angebote, in denen entsprechende Dienstleistungen offeriert werden. Dabei ist die Preisgestaltung relativ unterschiedlich. Die Grundpreise für die Erstellung von digitalen Kopien werden in der Regel pro Minute Filmmaterial berechnet. Nach der Erstellung einer digitalen Kopie – die selbst auch oft in verschiedenen Qualitätsstufen angeboten wird - kann sich der Endpreis allerdings noch vervielfachen. Die hängt vor allem davon ab, was der Anbieter noch mit der digitalen Sequenz in Ihrem Auftrag tun soll. Das Spektrum geht hier von gerne angebotenen vielfältigen "Restaurierungspaketen", die auch pro Filmminute in Rechnung gestellt werden, bis hin zu Pauschalen für den Transfer der Dateien auf CD/DVD oder Festplatte oder die Nacharbeitung von alten Schnittstellen. Achten sie also nicht nur auf den Grundpreis, sondern auch auf die entstehenden Nebenkosten.

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