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Zwei Augen

Expertin zu alternativer Therapie Hypnose - wo sie hilft und wo sie sinnvoll ist

Ob Depressionen, Stress oder eine schmerzfreie Behandlung beim Zahnarzt - hier kann unter Umständen Hypnose helfen. Fragen dazu Thema hat uns die ärztliche Hypnotherapeutin Dr. Barbara Gorißen beantwortet.

Moderator Hanns Lohmann im SWR1-Studio mit Hypnose-Expertin Dr. Barbara Gorißen

Moderator Hanns Lohmann im SWR1 Studio mit Hypnose-Expertin Dr. Barbara Gorißen (r)

Die Tipps und Hinweise von Dr. Barbara Gorißen:

Vorneweg: Gegen seinen Willen kann man nicht in Hypnose versetzt werden. Auf Hypnose muss man sich einlassen wollen - ihre Bankdaten sind also sicher. Sie werden durch die Hypnose, wie in einem Film, in eine andere Realität versetzt. Aber im Kopf gibt es immer eine Kontrollinstanz - und sie sind niemals komplett willenlos. Bei Fragen, z.B. nach den persönlichen Bankdaten, greift diese ein und beendet auch die Hypnose.

Anwendungsbeispiele

  • Wer ohne Hilfe versucht, mit dem Rauchen aufzuhören, hat es schwer. 90 Prozent werden spätestens nach einem halben wieder rückfällig. Bei Hypnose fangen nur 50 Prozent wieder mit dem Rauchen an. Das zeigt aber auch: Hypnose ist keine Garantie.
  • Bei psychosomatischen Schmerzen kann die Hypnose auch helfen, mögliche Ursachen dafür zu finden. Sie kann auch etwas gegen diese Art von Schmerzen tun. Schmerztherapie ist ein ganz klassisches Indikationsgebiet für Hypnose und funktioniert meistens auch sehr gut.
  • Panikattacken auf der Autobahn als (Mit-)Fahrerin sind eine Form von Ängsten, die auch eine klassische Indikation von Hypnose sind. Diese Panikattacken auf Autobahnen kommen sogar recht häufig vor und die Therapie kann da sehr gut helfen.

Wie finde ich den richtigen Hypnose-Therapeut?

Dafür haben die wissenschaftlich-fundierten Fachgesellschaften die Homepage hypnose.de ins Leben gerufen. Dort findet man auch eine Liste mit Therapeuten, die auch Ärzte oder Psychologe sind.

Kann man sich selbst hypnotisieren?

Ja, das kann man erlernen und Therapeuten lernen auch gerne ihre Patienten dafür an, es Zuhause zu üben. Je häufiger man es macht, desto schneller weiß der Körper, was man von ihm erwartet. Autogenes Training ist eine Form der Selbsthypnose.