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Dias, Negative und Papierabzüge

Dias, Papierbilder & Negative digitalisieren Aus dem Album auf den PC

Albenweise stehen sie im Regal und verstauben, die Erinnerungen an vergangene Urlaube in schwarz-weiß oder kodak-color. Oder, sie schlummern in dunklen Magazinkästen und warten auf den nächsten Diaabend, der mangels passendem Diaprojektor vermutlich nie stattfinden wird. Zeit, diesen Herbst und Winter Dias, Negative und Papierbilder zu digitalisieren.

Art und Weise

Grundsätzlich ist das Erfassen dieser Bildrelikte nicht schwer! Alles was sie dazu benötigen ist ein geeigneter Scanner, ein Bildbearbeitungsprogramm am Computer, ausreichend Platz auf Ihrer Festplatz und etwas Zeit.

Daneben eröffnet die Welt der Fotodienstleistungen ebenfalls die Möglichkeit, bei entsprechend situiertem Geldbeutel, Dias, Negative oder Papierabzüge professionell erfassen zu lassen.

Scan mich!

Das Erfassen von Dias, Negativen oder Papierabzügen erfordert einen passenden Scanner.

Papierabzüge können z.B. mit einem Flachbettscanner erfasst und dann bearbeitet werden. Entsprechende Geräte gibt es ab rund 50 Euro. Achten Sie ggf. auf eine USB 3.0 Kompartibilität und aktuelle Treibersoftware.

Eine weitere Möglichkeit sind sog. Kombigeräte. Diese Scanner „fotografieren“ Papierabzüge, Dias oder Negative ab. Entsprechende Geräte gibt es von rund 30 bis ca. 200 Euro. Wer diese Summe nicht investieren möchte, der kann auch einen entsprechenden Kameraaufsatz z.B. für die DSLR verwenden (ca. 50 Euro).

Dias und Negative können auch mit einem Flachbettscanner und einer sog. Durchlichteinheit erfasst werden. Deutlich bessere Ergebnisse liefert jedoch ein spezieller Dia-/Negativscanner. Diese Geräte kosten zwischen 200 und 2000 Euro, je nach Hard- und Softwareausstattung.

Vor einem Scan sollten die Objekte mindestens mit Druckluft aus der Dose gereinigt werden. Für gröbere Verschmutzungen empfiehlt es sich im Fachhandel erhältlichen Reiniger zu verwenden. Ein Paar Baumwollhandschuhe bewahrt darüber hinaus die Analog-Relikte vor unschönen Fingerabdrücken.

Flachbettscanner

Der Vorteil, ein entsprechendes Gerät ist in vielen Haushalten vorhanden oder kann günstig z.B. in Form eines Multifunktionsdruckers o.ä. angeschafft werden. Reinigen Sie vor einem Scan die Glasoberfläche des Scanfeldes. Scannen Sie ruhig mehrere Dateien auf einmal und bearbeiten Sie diese Später einzeln.

Qualität? Für einen Ausdruck genügen 200 – 300 dpi und 24 bit Farbtiefe. Wer anspruchsvollere Korrekturen möglich machen, oder die Bilder vergrößern möchte, der sollte mit mind. 400 dpi arbeiten. Bringen Sie in Erfahrung ab wann Ihr Scanner interpoliert, also Bildpunkte automatisch hinzurechnet und scannen Sie entsprechend mit der letzten nicht interpolierten Pixeldichte (idR. 600 oder 1200 dpi). Sofern Ihre Scanroutine dies zulässt, speichern Sie Ihre Scans unkomprimiert im sog. "TIFF-Format" (Fileendung: tiff). Dies erzeugt zwar relativ große Dateien, erleichtert aber die Weiterverarbeitung. Das Ergebnis wird dann als JPG mit entsprechend hohen Qualitätseinstellungen abgelegt.

Flachbett und Durchlicht: Es gibt Flachbettscanner, die über eine sog. Durchlichteinheit zur Erfassung von Dias oder Negativen verfügen. Diese Einheiten eignen sich nur bedingt zur Erfassung dieser Medien. Wer nur wenige Dias in geringerer Qualität erfassen möchte, der kann damit arbeiten, muss sich aber auf deutlich schlechtere Ergebnisse gefasst machen.

All-In-One-Scanner

Diese Geräte wären gerne die eierlegenden Wollmilchsäue im Genre der Digitalisierung. Kleine Helfer, die Dias, Negative oder Papierabzüge mit oder ohne Computer erfassen können. Das Prinzip ist relativ einfach. Im Inneren des Gerätes sitzt neben einer starken LED-Lichtquelle eine Digitalkamera, die das Medium entsprechend abfotografiert. Ob und wenn ja, welcher Gerätetyp für Ihren Einsatz genau passt, dass bleibt Ihnen selbst überlassen. Die einfachste Art stellt jedoch ein "Stand-Alone-Gerät" dar, das zur reinen Erfassung auch ohne angeschlossenen PC auskommt und die Ergebnisse auf einer Speicherkarte oder einem USB-Stick ablegt. Grundsätzlich ist die Qualität dieser Geräte vertretbar, wer aber größere Veränderungen oder Verbesserungen an seinen Bildern möglich machen möchte, der stößt hier ggf. schnell an die Grenzen des Machbaren.

Bei unseren Versuchen mit dem "Somikon 3 in 1 – Scanner" von Pearl (159 Euro) erwies sich auch bei dieser Geräteklasse der Verzicht auf ein Interpolieren als sinnvolle Einstellung.