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Suche nach einer Ferienwohnung im Internet

Tipps von Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt So schützen Sie sich vor falschen Ferienwohnungen

Seit einigen Jahren steigt das Angebot von falschen Ferienhäusern und -wohnungen im Internet rasant an. Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geben Tipps, damit Sie bei der Buchung nicht auf Betrüger reinfallen.


"Es gibt Verbraucher, die fahren bis in den Ort, um dann festzustellen, die Immobilie gibt es nicht", berichtet Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Oder es gibt Kontakt per E-Mail, der Verbraucher zahlt und dann hört man gar nichts mehr."

Die Betrüger bieten ihre falschen Ferienwohnungen teilweise auf bekannten Plattformen an, teilweise aber auch auf illegalen Kopien solcher seriösen Seiten. "Deswegen ist es immer wichtig, dass man oben auf der Internetseite in der Adresszeile nochmal schaut, dass man auch wirklich auf einer verschlüsselten Verbindung mit "https" surft", erklärt Kaiser.

Mit Lastschrift oder Kreditkarte zahlen

Ein wesentliches Kennzeichen für Betrugsversuche ist die Aufforderung, den Gesamtpreis für die Miete sofort im Voraus zu zahlen. Wird der Betrag dann einfach überwiesen, ist dieses Geld in der Regel unwiederbringlich verloren. "Besser ist, per Lastschrift oder mit Kreditkarte zu bezahlen", sagt Christian Gollner, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Dann kann man das Geld im Betrugsfall meist wieder zurückholen.

Was Urlauber laut Verbraucherzentrale auch beachten sollten: Betrüger verlangen gerne die Zahlung mittels Bargeldtransferdiensten wie Western Union oder Money Gram. Diese ermöglichen den Zahlungsempfängern unerkannt zu bleiben.

Zum Telefonhörer greifen

Verbraucherzentrale und LKA empfehlen, beim Vermieter oder der Vermittlungsagentur anzurufen. Die Betrüger vermeiden Telefonate, da sie dort schnell enttarnt werden können. Wer also immer nur den Anrufbeantworter erreicht oder immer nur das Besetztzeichen hört, sollte die Finger von dem Angebot lassen.

Weitere Indizien für einen Betrug sind: Es ist nur eine E-Mail-Adresse angegeben und es fehlen Name, Adresse und Telefonnummer des Vermieters. Stutzig werden sollte man außerdem bei allzu niedrigen Mietpreisen und wenn die Adresse des Mietobjekts nicht genannt wird.

Ein Blick auf die Karte

Bei privaten Vermietungen sollte in einer Online-Karte nachgeschaut werden: Steht unter der angegebenen Adresse überhaupt ein Haus? Ein Vergleich mit anderen Angeboten in der Gegend gibt Aufschluss darüber, ob der Preis realistisch ist.

Auch bei vertrauenswürdigen Vermietern empfehlen Verbraucherzentrale und LKA, nur dann zu buchen, wenn eine detaillierte Beschreibung der Ferienwohnung oder des Ferienhauses vorliegt – also nicht nur die Anzahl der Zimmer und Betten, sondern auch Details zur Ausstattung oder Lage.

Die wichtigsten Tipps von Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt im Überblick:

  • Nie den vollen Preis im Voraus zahlen.
  • Geld nicht überweisen, sondern wenn möglich per Lastschrift oder Kreditkarte zahlen.
  • Vor der Buchung anrufen und nur buchen, wenn der Vermieter bzw. die Vermittlungsagentur persönlich erreicht wurden.
  • Alle Abmachungen schriftlich festhalten.
  • Impressum genau überprüfen, ggf. bei Vermittlungsagenturen und Ferienhausverbänden oder bei der örtlichen Tourismus-Organisation nachfragen.
  • Bei einem Betrugsverdacht umgehend den Betreiber des Anzeigenportals informieren.
  • Finger weg von ungewöhnlichen Konditionen.
  • Immer Preise vergleichen – ist das Angebot außergewöhnlich günstig, eher misstrauisch sein.
  • Über eine verschlüsselte Verbindung buchen (https).
  • Wer Opfer geworden ist und einen Verlust erlitten hat, sollte Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.