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Homeoffice kann teuer werden. Wenn Sie den ganzen Tag von daheim mit Ihrem Unternehmen verbunden sind, kostet das vor allem Strom. Wie man sparen kann, weiß Energiesparexperte Hans Weinreuter.

Um es gleich zu sagen: So richtig superteuer ist Homeoffice nicht. Aber Sie können schon ordentlich Geld ausgeben - vor allem für Strom. Dabei sind Laptops deutlich billiger als Desktop-PCs, erklärt Hans Weinreuter, Energiesparexperte bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

"Der Desktop-PC verbraucht ungefähr dreimal so viel Strom wie ein Laptop", sagt Weinreuter. Berechnet auf sechs Wochen liege der Stomverbrauch beim Laptop bei rund 2 Euro, beim klassischen PC bei etwa 6 Euro. Die sogenannten Gamer-PCs, für Spiele hochgerüstete Computer, verbrauchen laut Weinreuter noch mehr – die sollte man also wenn möglich nicht fürs Homeoffice nutzen.

Energiesparmodus einstellen

Weinreuter empfiehlt, auf jeden Fall den Energiesparmodus zu aktivieren (lässt sich über die Geräteeinstellungen einrichten). Das senke den Verbrauch und damit die Kosten deutlich, erklärt der Experte. Und nachts sollte man den Computer komplett ausschalten und nicht im Standby-Modus halten.

Energiesparexperte Hans Weinreuter (Foto: Pressestelle, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz)
Energiesparexperte Hans Weinreuter Pressestelle Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Router und Mehrfachsteckdosen ausschalten

Strom sparen lässt sich aber auch beim Router und bei Mehrfachsteckdosen. Auch der Router - das Gerät, dass den Computer mit dem Internet verbindet - sollte nachts ausgeschaltet sein, empfiehlt Weinreuter. Bei vielen Modellen könne man die Datenübertragungsfunktionen zeitlich begrenzen und zum Beispiel nachts abschalten. Wer nachts außerdem WLAN-Empfänger wie PC, Handy und Smart TV komplett ausschalte, verringere damit auch den Stromverbrauch des Routers.

Was oft vergessen werde: Ein ausgeschaltetes Gerät, das in einer Mehrfachsteckdose steckt, verbraucht trotzdem Strom. Deshalb unbedingt abschaltbare Mehrfachsteckdosen verwenden, rät Weinreuter.

Weitere Stromspartipps fürs Homeoffice gibt es bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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