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Die Westerwälder bezeichnen sich selbst gerne mal als "Basaltköpp" (Basaltköpfe) - denn dort wird das Gestein bis heute abgebaut. Und es wird dort auch erlebbar gemacht.

An einem ehemaligen Steinbruch in Enspel bei Hachenburg gibt es seit einigen Jahren den "Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel" - oder kurz "Stöffelpark". Ein Gelände wie ein großer Abenteuerspielplatz, auf dem Besucher eine Menge erleben können.

 

Überall stehen alte Maschinen, Förderbänder und große Industriegebäude - alles mit Rost überzogen. Wer also Industriekultur und Natur erleben will, der ist hier genau richtig.

Natur und Industrie im Einklang

Im Teich schwimmen dicke Karpfen und die Kröten quaken - und nebenan wird von Baggern noch immer Basalt abgebaut. Gästeführer Egon Negd berichtet Besuchern von einem besonderen Schatz des Stöffelparks: "Wir haben mittlerweile rund 20.000 Fossile gefunden. Das berühmteste ist die Stöffelmaus, weltweit der einzige Fund dieser Art." Dabei handelt es sich um eine Flugmaus - ähnlich wie ein Flughörnchen, konnte diese Maus durch die Luft gleiten.

Die "Stöffelmaus" im Stöffelpark bei Hachenburg (Foto: SWR)
Die "Stöffelmaus" im Stöffelpark bei Hachenburg

Tier- und Actionparadies

Über dem Stöffelpark kreisen die Turmfalken, die in einem der alten Industriegebäude nisten. An anderer Stelle kann übrigens auch geklettert werden. Außerdem führt der Westerwaldsteig mitten durch den Park. So kommen auch Wanderer auf ihre Kosten. Ein Erlebnispark, bei dem für jeden etwas dabei ist, sagt Egon Negd: "Der Stöffelpark ist in seiner Anlage, in der 100 Jahre Basalt abgebaut wurde, einzigartig in Deutschland. Hier hat eigentlich jeder etwas. Kinder können überall spielen. Das sieht man auch an unseren Sandkästen mit der Beschilderung: Zutritt für Eltern nur in Begleitung der Kinder."

Aussrangierter Bagger im Stöffelpark bei Hachenburg (Foto: SWR)
Aussrangierter Bagger im Stöffelpark bei Hachenburg

Und auch in der alten Schmiede gilt: Anfassen ausdrücklich erlaubt. Zu entdecken gibt’s auf dem riesigen Gelände aber noch vieles mehr, so Negd: "Überall gibt es Möglichkeiten zum Spielen und zum Erkunden. Einen halben Tag Zeit sollte der Besucher schon mitbringen."

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