Lesen im Sommer-Urlaub (Foto: Colourbox)

Empfehlungen von Buchhändlern

Lesetipps für den Sommer

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Welcher Lesestoff muss 2022 unbedingt ins Reisegepäck? Wir haben Buchhändler in Rheinland-Pfalz nach Ihren Lesetipps für den Sommerurlaub gefragt.

Die Deutschen sind Leseratten: Laut Media Control wurden 2021 in Deutschland 273 Millionen Bücher verkauft. Und gerade im Urlaub greifen viele gerne mal wieder zu einem Buch. Welches soll es sein? Wir helfen bei der "Qual der Wahl".

  1. "Die Jagd" - Sasha Filipenko
  2. "Der Markisenmann" von Jan Weiler
  3. "Tell" von Joachim B. Schmidt
  4. "Das achte Leben" von Nino Haratischwilli
  5. "Der große Sommer" von Ewald Arenz
  6. "Der Plan" von Julie Clark
  7. "Kaffee und Zigaretten" von Ferdinand von Schirach
  8. "Junge mit schwarzem Hahn" von Stefanie vor Schulte
  9. "Die Erfindung der Sprache" von Anja Baumhejer
  10. "Wassermusik" von T.C. Boyle

"Die Jagd" - Sasha Filipenko

Matthias Dölger von der Buchhandlung Bukafski in Mainz empfiehlt den Roman "Die Jagd" von Sasha Filipenko und nennt das Buch hellsichtig. Hellsichtig deswegen, weil der Roman eine Situation beschreibe, wie sie in Belarus 2022 allgegenwärtig erscheint, wenn Oligarchen Enthüllungsjournalisten jagen lassen.

"Der Markisenmann" von Jan Weiler

Thomas Schmidt betreibt seit 28 Jahren zusammen mit seiner Frau die "Bücherhütte" in Rockenhausen. Sein persönlicher Lesetipp für den Sommer ist "Der Markisenmann" von Jan Weiler.

"Tell" von Joachim B. Schmidt

Georg Stephanus ist Inhaber der Stephanus-Buchhandlung in Trier. Sein aktueller Lieblingsroman ist "Tell" - der klassische Stoff wird laut Stephanus in der Neuauflage jedoch zu einem "fetzigen und thrillerartigen Episodenroman".

"Das achte Leben" von Nino Haratischwilli

Andrea Steiner leitet die Buchhandlung Seite 36 in Mainz. Ihre Leseempfehlung seit mehreren Jahren: "Das achte Leben" von Nino Haratischwilli. Trotz der über 1.000 Seiten sollte man sich nicht abschrecken lassen, das gut und flüssig zu lesende Buch diesen Sommer in die Hand zu nehmen.

"Der große Sommer" von Ewald Arenz

Mir hat gut gefallen, dass "Der große Sommer" eine bezaubernde Geschichte über das erwachsen werden ist," kommentiert Sabine Kruesemer von der Buchhandlung Herr Holgersson in Gau-Algesheim. Man fühle sich direkt mitgenommen, wenn der Protagonist mit dem Tod, Freundschaft, Respekt oder Vertrauen in Kontakt kommt, so die Buchhändlerin und fügt hinzu: "Man kann einfach mit- und nachfühlen und ist immer mitten in der Geschichte, weil Ewald Ahrend ein Meister der Worte ist."

"Der Plan" von Julie Clark

Rosalinde Kiefer von der Buchhandlung Lesebär in Edenkoben empfiehlt diesen Krimi wegen seiner subtilen Spannung. "Die Autorin verzichtet auf Blut und Grausamkeiten, dafür geht es um Manipulation und Intrigen," so Kiefer.

"Kaffee und Zigaretten" von Ferdinand von Schirach

Andrea von Boeltzig von der Buchhandlung Frank in Grünstadt empfiehlt für den Sommer 2022 das Buch "Kaffee und Zigaretten" von Ferdinand von Schirach. "Ich liebe Ferdinand von Schirach. In 'Kaffee und Zigaretten' kommt seine Eloquenz so richtig zum Tragen. Das ist eigentlich autobiografisch, Schirach erzählt aus seinem Leben […] und er erzählt aber auch Sachen aus der Geschichte," schwärmt von Boeltzig.

"Junge mit schwarzem Hahn" von Stefanie vor Schulte

"Es ist eigentlich ein düsterer Roman, hat aber eine herzerweichende Hauptfigur, den kleinen Martin, der im Mittelalter lebt - ohne Familie, aber mit seinem Weggefährten, einem schwarzen Hahn. Er ist ein herzensguter Mensch, bleibt aber Außenseiter", skizziert Leslie Raabe grob den Inhalt eines ihrer Lieblingsbücher. Sie ist Inhaberin der Buchhandlung Raabe in Gerolstein und meint: "Das Buch umfasst alles Gute und alles Schlechte, was ein Mensch so machen kann."

"Die Erfindung der Sprache" von Anja Baumheier

"Es ist ein Roman, funkensprühend, orginell, fantasievoll, mit viel Gefühl für Sprache und absolut humorvoll. Ich musste wirklich manchmal schallend loslachen beim Lesen", zeigt sich Dorothee Mendner von der Buchhandlung Heimes in Koblenz begeistert vom im vergangenen Jahr erschienenen Roman "Die Erfindung der Sprache."

"Wassermusik" von T.C. Boyle

"Es ist ein Kultbuch!", sagt Anja Müller von der Buchhandlung Erlesenes in Montabaur. Das bereits 1981 erschienene Buch über die Geschichte des schottischen Entdeckungsfroscherungs Mungo Park, der Ende des 18. Jahrhunderts versucht hat den Niger nachzuzeichnen, sei überaus humorvoll erzählt, historisch und schelmisch geschrieben. "Ich kann es als Klassiker jedem als Sommerlektüre empfehlen. Ganz toll!", so das Fazit der Buchhändlerin.

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