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"Der frühe Vogel fängt den Wurm!" oder "Der frühe Vogel kann mich mal!"?

Statistisch gesehen sind Frühaufsteher produktiver und erfolgreicher als Spätaufsteher. Der Umstieg vom Morgenmuffel zum Frühaufsteher ist nicht einfach - aber wir zeigen, wie Sie es schaffen!

1. Routine angewöhnen

Unser Gehirn ist faul und klammert sich gerne an Gewohnheiten. Wenn wir uns nicht ständig auf neue Situationen einstellen müssen, spart unser Denkapparat eine ganze Menge Energie. Damit man beim frühen Aufstehen nicht dauerhafte Höllenqualen durchläuft, sollte man sein Gehirn darauf trainieren.
Mit einem regelmäßigen Schlafrhythmus kann man buchstäblich im Schlaf zum Frühaufsteher werden. Dazu gehört jedoch auch, dass man je nach individuellem Schlafbedürfnis rechtzeitig ins Bett geht, um ein Schlafdefizit zu vermeiden.

Menschliches Gehirn (Foto: dpa Bildfunk, JACOPIN)
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Stellen Sie sich darauf ein, dass diese Umstellung in den ersten Wochen unangenehm wird! Mit zunehmendem Alter ist es nämlich nicht leicht, alte Gewohnheiten durch neue zu ersetzen. Studien behaupten, dass neue Routinen bis zu zwei Monate täglicher Übung erfordern, um wirksam zu werden.

Sie würden gerne früh aufstehen, können abends aber einfach nicht einschlafen? Achten Sie auf Ihre Schlafhygiene!

So klappt´s mit dem Einschlafen:

  • Ab einer bestimmten Uhrzeit kein Koffein mehr. Koffein ist kein körpereigener Stoff und stört die natürliche circadiane Rhythmus, also den biologischen Rhythmus.
  • Schauen Sie vor dem Schlafengehen möglichst auf keinen Bildschirm mehr. (Smartphone, Tablet, Fernseher, etc.). Die Wellenlänge des ausgestrahlten Lichts hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Dadurch sind Sie nicht mehr so schläfrig.
  • Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt für das Aufstehen: Unser Schlaf gliedert sich in verschiedene Phasen. Wenn Ihr Wecker in einer Tiefschlafphase klingelt, ist das buchstäblich ein böses Erwachen. Einen Schlafphasenwecker gibt es als App für Ihr Smartphone und bestimmt anhand von Geräuschen den perfekten Zeitpunkt um Sie sanft aus dem Schlaf zu holen.

Niemand steht einfach so früh auf, besonders nicht der klassische Langschläfer. Wenn man seine Gewohnheiten umstellen will, braucht man dafür gute Gründe.

2. Gründe schaffen

"Morgenstund‘ hat Gold im Mund" lautet ein Sprichwort, das sich in diesem Kontext bewahrheitet. Denn am Morgen lassen sich viele Dinge erledigen, für die man am späten Nachmittag nach der Arbeit kaum mehr Zeit findet. Egal ob es die ersten ToDos für den Tag sind oder ein ausgiebiges Frühstück. Es gibt viele Möglichkeiten, mit einem besseren Gefühl in den Tag zu starten - das können auch komplett neue sein: machen Sie doch morgens mal Yoga. Oder tauchen Sie nach dem Aufstehen in die Welten eines guten Buches ab.

Wichtig ist, dass man sich Anreize schafft, auf die man sich am Vortag freuen kann.

Nicht nur morgendliche Aktivitäten sorgen dafür, dass man sich auf den nächsten Tag freut: Machen Sie sich keinen Stress! Bereiten Sie sich ihr Frühstück schon am Vorabend zu. Abonnieren Sie sich eine Tageszeitung, die Sie am Morgen in aller Ruhe lesen können. Legen Sie sich schon abends das Outfit für den nächsten Tag zurecht.
Und genießen Sie auch die kleinsten Kleinigkeiten, zum Beispiel den morgendlichen Duft der Natur.

Beginnen Sie den Tag mit einem guten Gefühl

Allgemein hat dieser Schritt das Ziel, den kommenden Morgen mit einem positiven Gefühl zu besetzen. Wenn Sie sich auf das Aufstehen freuen, wird es Ihnen auch um einiges leichter fallen. Lassen Sie das frühe Aufstehen nicht zu einer berufsbedingten Notwendigkeit verkommen. Nehmen Sie den morgendlichen Schwung mit und starten Sie in den Tag!

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