Nas Laufwerk (Foto: Colourbox)

Netzwerkspeicher

So sichern Sie Ihre Daten auf einem NAS

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Marcus Netscher
SWR1 Redakteur Marcus Netscher (Foto: SWR, privat - M.Netscher)

Eigene Dateien, Urlaubsbilder oder Video-Clips zentral speichern und für alle Familienmitglieder zugänglich machen: Diese Aufgabe übernehmen im eigenen Netzwerk sogenannte NAS-Laufwerke. Wir sagen, worauf Sie bei Planung und Kauf achten sollten und haben einen Tipp wie es noch günstiger geht.

Was ist ein NAS?

"NAS" ist die Abkürzung für "N-etwork A-ttached S-torage", also einem Netzwerkspeicher. Rein technisch handelt es sich meist um ein Gehäuse mit einer oder mehreren Festplatten und einem kleinen Computer, das via Netzwerkkabel mit dem eigenen Router verbunden ist.

Für wen lohnt sich ein NAS?

Die Experten der Computerzeitschrift Chip bringen das in zwei Sätzen auf den Punkt: "Ein NAS ist dann sinnvoll, wenn Sie Ihre Daten im Heimnetzwerk an einem zentralen Ort speichern wollen. Das ist beispielsweise nützlich, wenn Sie innerhalb des Heimnetzes mit mehreren Geräten auf dieselben Dateien zugreifen möchten."

Was kann ein NAS?

Ein NAS ist eine Festplatte im Heim-Netzwerk. Per Netzlaufwerk-Verbindung oder mit einer App können Sie dort Daten sichern oder ablegen. Gespeicherte Videos, Bilder oder Musikdateien können vom NAS aus direkt auf dem Smart-TV, dem Tablet oder der Streaming-Box wiedergegeben werden. Daneben kann sich ein NAS um die Datensicherung Ihrer Geräte und den Daten-Abgleich mit eventuell vorhandenen Online-Speichern kümmern. Hinzu kommen Spezialanwendungen, von der eigenen Cloud, über die Speicherung von Überwachungskamera-Material bis hin zur Steuerung von Smart-Home-Geräten.

Welche Arten von NAS-Laufwerken gibt es?

Weboberfläche eines FritzNAS (Foto: SWR, SWR1)
Der Berliner Router-Hersteller AVM hat in seinen Geräten eine NAS-Funktion eingebaut, die mit wenigen Klicks einen zentralen Online-Speicher bereitstellt. SWR1

Viele DSL-Router verfügen über eine eingebaute NAS-Funktion. Hier brauchen Sie lediglich einen USB-Stick oder eine externe Festplatte, um entsprechende Speicherkapazität bereit zu stellen.

  • keine hohen Investitionskosten
  • kaum mehr Stromverbrauch
  • oft nur geringer Funktionsumfang
Nas-Laufwerk (Foto: Colourbox)
Kaufgeräte können oft auch ohne weitere Kentnisse eingerichtet und bedient werden.

Den meisten Praxisnutzen haben laut Experten externe NAS-Laufwerke. Sie können auch ohne große PC-Kenntnisse eingerichtet werden und bieten neben dem reinen Speicher oft noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten.

  • leichte Einrichtung auch ohne PC-Kenntnisse
  • breites Anwendungsspektrum möglich
  • relativ hohe Anschaffungskosten

Sie können ein NAS-Laufwerk auch selbst bauen. Dafür eignet sich entweder ein alter PC oder ein Einplatinencomputer wie zum Beispiel der RaspberryPI und eine oder mehrere Festplatten.

  • alte Hardware kann weiter genutzt werden
  • oft kaum Kosten
  • Bastellösung erfordert Computerkenntnisse
  • oft deutlich höherer Stromverbrauch durch alte Hardware

Wie viele Festplatten braucht ein NAS?

Festplatten (Foto: Colourbox)
Die Daten werden im NAS auf einer herkömmlichen Festplatte oder SSD gespeichert.

Experten raten zum Kauf eines Systems mit mindestens zwei Festplatten. Zwar gibt es auch Geräte mit nur einer Festplatte, diese haben aber einen entscheidenden Nachteil: Fällt die Festplatte durch einen technischen Defekt aus, haben Sie keinen Zugriff mehr auf Ihre Daten. Geräte mit zwei oder mehr Festplatten arbeiten dagegen in der Regel mit einem RAID-System. Dabei werden die Daten immer parallel auf zwei Festplatten geschrieben. Fällt hier eine Platte aus, sind Ihre Daten nicht verloren.

Was kostet ein NAS?

Die Preise starten für die Bastel- oder Router-Lösung bei wenigen Euro für einen USB-Stick und reichen bis in den vierstelligen Bereich für ein professionelles Rack-System. Externe NAS-Laufwerke liegen in der Regel, abhängig vom verbauten Festplatten-Speicher, zwischen 300 und 1.500 Euro, wobei pure Einsteiger-Geräte ohne Festplatten ab rund 150 Euro zu bekommen sind.

Welches ist der richtige NAS für mich?

Das hängt stark von Ihren Anforderungen ab. Möchten Sie nur ihre Daten zentral sichern, oder legen Sie Wert auf ein Multimedia-Center mit 4K-Streaming? Wer nur seine Daten sichern möchte, der kommt mit der Router-Lösung, einem Einsteigergerät oder auch einem Vorjahresmodell gut hin. Wer auf Video-Streaming setzt, eine Videothek verwalten und Urlaubsbilder oder Musik adäquat präsentieren möchte, der sollte beim Kauf auf die passenden Features achten. Ebenfalls etwas mehr darf es beim verfügbaren Festplattenspeicher sein, denn nur dann sind Sie auch mehrere Jahre mit Ihrem NAS zufrieden.

Wie sicher ist ein NAS?

Dank lange andauernder Update-Strategien gelten NAS-Laufwerke per se als relativ sicher. Außerdem verfügen viele Systeme über eine zusätzliche Verschlüsselung und können leicht so konfiguriert werden, dass das Gerät selbst keinen Zugriff auf das Internet hat. Wer dann sein System noch regelmäßig aktualisiert und einen Virenscanner vorhält, sollte kaum Probleme zu erwarten haben, so die Expertenmeinung.

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