Bitte warten...
Vogel an Futterstelle

Der Winter kommt, das Futter wird knapp So füttern Sie Vögel richtig

Der Winter steht in den Startlöchern und das heißt es wird wieder Zeit das Vogelhäuschen aufzustellen und zu befüllen. Wir haben mit Stefanie Peyk aus der SWR1 Umweltredaktion übers Vogelfüttern gesprochen.

Soll ich jetzt schon füttern?

Zur Zeit finden die Vögel auch in der Natur noch so genügend Nahrung wie zum Beispiel Eicheln oder Obst von Streuobstwiesen. Darum sind einige Vögel noch ziemlich wählerisch und kommen nicht unbedingt in Scharen an die Futterstellen in den Gärten. Sobald dann aber der erste Schnee liegt, dann wird es für die Vögel mit der Futtersuche schwieriger, dann dürfte auch die Nachfrage an den Futterstellen steigen.

Soll ich das ganze Jahr über füttern?

Das ist umstritten. Was dafür spricht: Wegen der intensiven Landwirtschaft sind unsere Landschaften so ausgeräumt, dass die Vögel auch in schneefreien Zeiten immer weniger Nahrung finden. Ein Argument dafür zu füttern. Das Problem des Artensterbens lösen wir durch ein paar Futterstellen aber wohl kaum. Für uns Menschen sind Futterstellen eine super Möglichkeit, Vögel aus der Nähe zu beobachten. Wer zusätzlich noch etwas für den Naturschutz tun möchte, der kann einen naturnahen Garten mit heimischen Pflanzen anlegen. Der bietet auch Vögeln Futter.

Was soll ich füttern – kann ich handelsübliches Futter nehmen?

Da spricht erstmal nichts dagegen. Fertige Futtermischungen verkaufen Zoohandlungen, Samenfachgeschäfte oder Supermärkte. Aber Vorsicht bei Meisenknödeln: die bitte nicht im Plastiknetz aufhängen – sonst können sich die Vögel im Netz verheddern. Vor dieser Gefahr warnt der Naturschutzbund NABU. Man kann das Futter natürlich auch selbst zusammenstellen: Verwenden Sie dazu aber KEINE Essensreste, die sind schon allein wegen der Gewürze nichts für Vögel. Und bitte auch KEIN Brot, denn das kann im Magen der Vögel aufquellen und schadet damit den Tieren.
Körnerfresser, wie Meisen oder Finken, mögen zum Beispiel Sonnenblumenkerne und Hanf-, Mohn-, und Leinsamen. Amseln, Drosseln, Star und auch das Rotkehlchen sind dagegen so genannte Weichfutterfresser. Die mögen Rosinen, Beeren und Obst, aber auch Haferflocken und Kleie. Nützliche Tipps dazu haben der NABU, der bayerische Landesbund für Vogelschutz und der Deutsche Tierschutzbund.

Was muss ich beim Futterhäuschen beachten?

Am hygienischsten sind nicht Futterhäuschen, sondern Futterspender. Bei diesen Teilen können die Vögel nicht im Futter rumlaufen und es mit Kot verschmutzen. Wer trotzdem ein herkömmliches Futterhäuschen nehmen will, der sollte es laut NABU regelmäßig mit heißem Wasser putzen – und immer nur wenig Futter nachlegen.
Der Futterspender oder das Häuschen sollte außerdem an einer übersichtlichen Stelle aufgestellt werden, damit sich keine Katze anschleichen kann.