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Bei der Konstellation von zum Teil geschlossenen Schwimmbädern, 30 Grad und dem großen Wunsch nach Abkühlung, weichen viele Menschen an die Flüsse aus.

Daraus entwickelt sich aber eine schwierige Situation für die Lebensretter der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, DLRG.

Das bestätigt auch Janina Pfeiffelmann von der DLRG Worms im SWR1-Interview: "Das ist im Moment eine sehr gefährliche Situation für uns. Gerade die Situation an Flüssen wird unterschätzt - das Wasser ist noch sehr kalt, die Sonne ist erst seit ein paar Tagen am Himmel und die Lufttemperatur ist stark aufgeheizt"

SWR1: Wo darf man im Rhein schwimmen?

Janina Pfeiffelmann: Das Problem ist, dass das Schwimmen im Rhein nur an bestimmten Stellen verboten ist, nämlich vor Brücken, Schiffsanlegestellen, Häfen oder Schleusen. An anderen Stellen des Rheins ist es offiziell nicht verboten. Und gefährlich ist an allen Stellen, wo man ins Wasser rein geht. 

In der Region gibt es viele Sandstrände, die zum Baden einladen und vom eigentlichen Rheinufer etwas zurückgesetzt sind. Genau dort bilden sich Wirbel, die verstärkte Strömungen haben und nochmal eine besondere Gefahr darstellen.

DLRG und Badeunfälle - Retter im Einsatz (Foto: SWR, SWR -)
SWR -

SWR1: Wie verhält man sich dann im Notfall richtig?

Pfeiffelmann: Richtig ist sofort einen Notruf abzusetzen bzw. auf sich Aufmerksam zu machen, wenn man selbst in der Situation ist, dass ein anderer einen Notruf absetzen kann. Sorgen Sie dann dafür etwas zu haben, dass für einen Auftrieb sorgt - sollte es auch nur eine Luftmatratze, ein Schwimmring oder die Schwimmärmelchen der Kinder sein.

Die Helfer sollten die Person möglichst im Blick behalten, um den Rettern vor Ort mitteilen zu können, wie weit die Person abgetrieben ist. Wenn Sie beobachten, dass eine Person in den Rhein gezogen wird, auf gar keinen Fall hinterher schwimmen - das ist zu gefährlich! Damit bringen Sie sich selbst auch nur in Lebensgefahr.

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