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Wanderer, Jogger und Reiter - der Wald steht allen offen. Damit aber jeder ungestört seinen Ausflug im Wald genießen kann, gelten bestimmte Regeln.

Der Wald in Rheinland-Pfalz ist für alle da. Er ist nicht eingezäunt, selbst wenn er in Privatbesitz ist. Jeder darf den Wald zum Zwecke der Erholung betreten - aber auf eigene Gefahr. So steht es im Landeswaldgesetz. Damit die Natur geschützt ist, gelten aber einige Verhaltensregeln.

Wandern überall erlaubt

Wanderer dürfen sich grundsätzlich frei im Wald bewegen. Sie sollten aber Hinweis- und Warnschilder beachten. Denn aufgrund von Waldarbeiten können Wege und Gebiete zeitweise aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Ein Betretungsverbot gilt auch für Flächen, die neu bepflanzt wurden und für eingezäunte Forstkulturen. Nach schweren Stürmen kann ein Spaziergang im Wald gefährlich werden, da Äste von oben herabfallen können.

Hunde am besten an die Leine

Hunde brauchen zwar Auslauf - besser für die Wildtiere wäre es aber, wenn sie an der Leine geführt werden. Denn auch beim bravsten Hund kann der Jagdtrieb geweckt werden, wenn ein Reh oder Eichhörnchen über den Weg springt. Gesetzlich angeordnet ist der Leinenzwang in Rheinland-Pfalz allerdings nicht - sofern der Besitzer das Tier mit Rufen kontrollieren kann.

Reiten und Fahrrad fahren nur auf Wegen

Ein Ritt - egal ob auf dem Pferd oder Drahtesel - querfeldein ist verboten und nur auf Straßen und Waldwegen erlaubt. Darüber hinaus können Waldbesitzer aber extra Strecken für Reiter und Mountainbiker ausweisen.

Nicht zu viele Pilze sammeln

Pilze und Beeren im Wald dürfen nur in Maßen geerntet werden. Die Arten­schutzverordnung gestattet "geringe Mengen für den eigenen Bedarf". Für Blumen und Kräuter gilt ein Handstrauß als genehmigte Menge. Waldfrüchte und Pflanzen sollten übrigens wegen der Infektionsgefahr durch den Fuchsbandwurm nie roh verzehrt werden.

Rauchen und Feuer machen strikt verboten

Die Waldbrandgefahr ist derzeit hoch. Nicht nur dann gilt in Rheinland-Pfalz laut Landeswaldgesetz: "Im Wald und in einem Abstand von weniger als 100 Metern vom Wald darf nur mit Genehmigung des Forstamtes Feuer angezündet und unterhalten oder offenes Licht gebraucht werden." Das heißt - Grillen und Feuer machen geht nur auf extra dafür ausgewiesenen Flächen. Raucher haben schlechte Karten - das Rauchen ist im Wald generell verboten.

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